PfadnavigationHomePolitikDeutschlandAltkanzlerin„Bin der Meinung, dass wir Klimaziele auch ohne Kernenergie erreichen können“, sagt MerkelStand: 19:44 UhrLesedauer: 2 MinutenAngela Merkel Quelle: REUTERS/Nadja Wohlleben„Immer wieder handelten wir nach dem Prinzip Hoffnung“: Angela Merkel übt beim Jubiläum des Bundesumweltministeriums Selbstkritik, verteidigt aber den Atomausstieg und warnt vor dem Vergessen des Klimawandels.Ex-Kanzlerin Angela Merkel fordert mehr Aufmerksamkeit für den Kampf gegen die Erderwärmung. „Trotz aller anderen politischen Herausforderungen bleibt der Klimawandel eine Überlebensfrage der Menschheit. Manchmal scheint mir das in diesen Tagen ein wenig in den Hintergrund zu treten“, sagte die CDU-Politikerin bei einem Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Umweltministeriums. Merkel selbst war von 1994 bis 1998 Umweltministerin.Über die erste UN-Klimakonferenz 1995 in Bonn, deren Gastgeberin sie als Ministerin war, sagte Merkel rückblickend: „Ich hatte in mir die Außenpolitikerin entdeckt.“ Merkel blickte zurück auf eigene Erfolge, äußerte aber auch Selbstkritik. „Es bleibt die Frage, ob es in meiner Macht gelegen hätte, beim Klimaschutz mehr Vorsorge zu treffen“, merkte sie an. „Immer wieder handelten wir nach dem Prinzip Hoffnung und nicht nach dem Vorsorgeprinzip.“ Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt treibe sie weiter die Frage um, ob die Menschen willens und in der Lage seien, Expertenwarnungen ernst zu nehmen – oder ob sie immer nur nach Naturkatastrophen handelten.Merkel verteidigt Atom-Aus Die Entscheidung zum schrittweisen Ausstieg aus der Atomkraft, die eine von ihr geführte schwarz-gelbe Bundesregierung 2011 nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima beschlossen hatte, verteidigte Merkel. Sie betonte: „Ich bin bis heute der Meinung, dass wir unsere Klimaziele auch ohne die Kernenergie erreichen können.“Lesen Sie auchDer amtierende Umweltminister Carsten Schneider (SPD) wertete die deutsche Umweltschutzpolitik im Rückblick als Erfolg. „Die Bilanz dieser 40 Jahre kann sich sehen lassen: Deutschland ist wirtschaftlich gewachsen – und dabei gesünder und nachhaltiger geworden. Viele Gewässer sind wieder sauber – der Rhein, die Elbe und viele andere – und sie erhalten ihre Auen und ihren natürlichen Lauf zurück.“Das Bundesumweltministerium wurde am 6. Juni 1986 als Reaktion auf die Reaktor-Katastrophe in Tschernobyl (heute Ukraine) gegründet. Das Haus ist auch zuständig für die Reaktorsicherheit. Zuvor fiel der Umweltschutz in die Zuständigkeit des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Die DDR war früher dran als die Bundesrepublik: Sie richtete 1972 als einer der ersten Staaten weltweit ein Umweltministerium ein.dpa/jho
Altkanzlerin: „Bin der Meinung, dass wir Klimaziele auch ohne Kernenergie erreichen können“, sagt Merkel - WELT
„Immer wieder handelten wir nach dem Prinzip Hoffnung“: Angela Merkel übt beim Jubiläum des Bundesumweltministeriums Selbstkritik, verteidigt aber den Atomausstieg und warnt vor dem Vergessen des Klimawandels.
Merkel verteidigt ihren Atomausstieg 2011, behauptet, dass Deutschlands Klimaziele ohne Kernenergie erreichbar sind; kritisiert reaktive Klimapolitik. Für europäische CTO: nationale Energiepolitiken beeinflussen ESG-Compliance, Rechenzentrumskosten und Carbon-Transition-Anforderungen.










