Die Staatsanwaltschaft Potsdam prüft die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen Körperverletzung im Amt gegen eine enge Mitarbeiterin des brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD). Das bestätigte der Leitende Oberstaatsanwalt Thomas Meyer auf Anfrage. Es liege die Strafanzeige eines Anwalts vor, sagte Meyer.
Der Vorfall soll sich nach Angaben der Anzeigeerstatterin bereits am 14. April in der Potsdamer Staatskanzlei ereignet haben. Woidkes Mitarbeiterin soll einer Sachbearbeiterin einen großen Poststapel mittig auf den Kopf geschlagen haben, wie Staatsanwältin Marieke Piazolo mitteilte. Die betroffene Frau habe sich wegen anhaltender Kopfschmerzen ärztlich untersuchen lassen. Laut der Märkischen Oderzeitung, die zuerst über den Fall berichtete, ist sie seither krankgeschrieben. Eine weitere Mitarbeiterin sei Zeugin des Vorfalls gewesen.
Die Beschuldigte soll den Vorfall den Angaben zufolge eingeräumt, aber anders dargestellt haben. Nach Angaben der Anzeigeerstatterin habe die Beschuldigte gesagt, dass es sich nur um eine dünne Mappe gehandelt habe und nur um einen „freundschaftlichen Klaps“, sagte Piazolo.
Zuvor gab es Streit um private Pakete
Vorausgegangen sein soll dem Geschehen ein Streit zwischen beiden Frauen über die Frage, ob sich Mitarbeiter private Pakete in die Staatskanzlei liefern lassen dürfen und ob diese aus Sicherheitsgründen durchleuchtet werden müssen. Die Anzeige wurde erst rund sechs Wochen nach dem mutmaßlichen Vorfall, am 28. Mai, erstattet. Gründe dafür nannte der Anwalt nicht.











