Einundvierzig Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben laut Robert-Koch-Institut (RKI) derzeit eine psychische Diagnose. Es geht also um rund 25 Millionen Menschen. Nur zwei bis drei Millionen (PDF) von ihnen sind in ambulanter psychotherapeutischer Behandlung, ein Bruchteil.

Aber er scheint zu wachsen, mehr und mehr Menschen wollen psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. In Deutschland tun das ohnehin mehr Menschen als in anderen EU-Ländern. Psychotherapeuten freut das. Denn je früher jemand eine Therapie beginnt, desto unwahrscheinlicher ist, dass ein Problem chronisch wird. Jeder in Psychotherapie investierte Euro spare der Gesellschaft langfristig zwei bis vier Euro, rechnen Fachleute vor. Das dürfte Patienten ebenso freuen wie Krankenkassen.