Der britische Leichtathletikverband muss wegen der fahrlässigen Tötung eines Para-Sportlers eine Geldstrafe von 350.000 Pfund (gut 405.000 Euro) zahlen. Der emiratische Leichtathlet Abdullah Hayayei hatte am 11. Juli 2017 im Londoner Newham Leisure Centre für die Para-Weltmeisterschaft trainiert, als ihm ein Diskuskäfig auf den Kopf fiel und er von Metallstangen getroffen wurde. Hayayei starb noch vor Ort.
Hayayei nahm für die Vereinigten Arabischen Emirate an den paralympischen Sommerspielen 2016 teil und wurde Sechster im Speerwurf sowie Siebter im Kugelstoßen. Er wurde 36 Jahre alt und hinterließ fünf Kinder.»Tragisch, verfrüht und völlig vermeidbar« sei Hayayeis Tod gewesen, sagte Richter Richard Marks vom Central Criminal Court in London. Der rund 200 Kilogramm schwere Wurfkäfig besteht aus Metallstangen und Draht. Er soll Zuschauende vor verfehlten Würfen von Kugelstoßern und anderen Werfern schützen.
Vor Gericht hieß es, eine starke Windböe habe ihn zum Einsturz gebracht. Dem Käfig fehlten demnach wichtige Bodenplatten, er war falsch aufgebaut. »Es war ein Unfall, der früher oder später passieren musste«, sagte der Richter.Sportchef verstoß gegen SicherheitsvorschriftenEr verurteilte den früheren Sportchef des Verbands zudem zu 175 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Keith Davies habe von den Problemen mit der Ausrüstung gewusst oder hätte davon wissen müssen, weil zuvor bereits ein anderer Käfig zusammengebrochen war, so Marks. Er habe sich wegen eines Verstoßes gegen Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften schuldig gemacht.










