Die Fluggesellschaft Eurowings will die Absenkungen bei der Luftverkehrsteuer nicht vollständig an die Passagiere weitergeben. Insgesamt sei die Lufthansa-Tochter mit starken Kostensteigerungen konfrontiert, sagt der neue Airline-Chef Max Kownatzki. Die Steuern wie auch höhere Gebühren oder die stark gestiegenen Kerosinpreise fließen nach seiner Darstellung zusammen in die Bildung des Bruttopreises ein, der von den Kunden verlangt werde. Daher habe es auch im Zuge des Iran-Kriegs keine extra ausgewiesenen Kerosinzuschläge gegeben. Zur Hälfte kommt die Vergünstigung bei den Kunden an Der Bundestag hatte im Mai die letzte Erhöhung der Luftverkehrsteuer wieder zurückgenommen. Für Kurzstrecken sinkt der Steuersatz zum 1. Juli um 2,50 Euro pro Ticket.Die Kostensteigerungen könne Eurowings aktuell nur etwa zur Hälfte an die Passagiere weitergeben, sagte Kownatzki. In den vergangenen zwei Jahren seien die Kosten um einen zweistelligen Prozentsatz hochgegangen, während die Preise nur einstellig gestiegen seien. Der Airline-Manager verlangte weitere Entlastungen bei Steuern, Abgaben und Flughafengebühren in Deutschland. Dann könne man auch weitere Flugzeuge etwa in Berlin oder Hamburg starten lassen. Die Deutschen halten sich mit Buchungen nicht mehr zurück Sollten die gegenwärtigen Bedingungen anhalten, werde Eurowings aufs Gesamtjahr profitabel bleiben, sagte Kownatzki. Er erneuerte Aussagen, dass die Versorgung mit Treibstoff für den gesamten Sommerflugplan gesichert sei. „Wir werden für einen stabilen Flugbetrieb sorgen, und unsere Gäste können ihren Sommerurlaub mit gutem Gefühl planen.“Die Unsicherheit der Passagiere über die Kerosin-Versorgung und die damit verbundene Buchungs-Zurückhaltung scheinen erst mal vorbei. So lägen für das Top-Ziel Mallorca die Buchungsstände inzwischen 9 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, nachdem es vor wenigen Wochen noch einen Rückstand von 20 Prozent gegeben habe. Die Insel gelte vielen Urlaubern offenbar als verlässlicher Rückzugsort. Eurowings fliegt den Flughafen Palma im Sommer mehr als 400 Mal in der Woche an. (dpa)