Mozilla hat Firefox 151 um die Web-Serial-API für Desktop-Browser erweitert. Die über JavaScript nutzbare Schnittstelle erlaubt Webanwendungen den direkten Zugriff auf serielle Geräte, die per USB oder Bluetooth mit dem Rechner verbunden sind. Entwickler können damit Mikrocontroller programmieren, Firmware aktualisieren oder Messdaten auslesen, ohne native Anwendungen oder Browser-Erweiterungen installieren zu müssen. Die Funktion war bislang Chromium-basierten Browsern wie Chrome oder Edge vorbehalten.

Der Schritt ist wichtiger, als es auf den ersten Blick erscheint. Viele moderne Hardware-Werkzeuge setzen inzwischen auf browserbasierte Oberflächen. Mussten Nutzer dafür bislang oft zwangsläufig zu einem Chromium-Browser greifen, wächst mit Firefox 151 nun die Freiheit bei der Browserwahl. Mozilla hat die Implementierung nach eigenen Angaben gemeinsam mit Adafruit getestet und validiert, dessen Open-Source-Hardwareplattformen in der Maker-Szene weitverbreitet sind.

Praxis

Die neue Schnittstelle dürfte zudem nicht nur für Maker und Hardwareentwickler interessant sein. Immer mehr Geräte verlagern Einrichtung, Diagnose und Firmwarepflege in den Browser. Von Messgeräten über Laborhardware bis hin zu Reparatur- und Servicewerkzeugen können künftig auch Endanwender profitieren, wenn Hersteller auf offene Webstandards statt auf proprietäre Desktop-Programme setzen.