Der Aal ist vom Aussterben bedroht. Wieso landet er in vielen Ländern immer noch auf dem Teller? Von Fischern, Farmern und Fangverbotsfans.
K innas, er ist da, euer Junge! Der Junge mit der goldenen Zunge, der Hamburger Jung. Ob Lachs, ob Aal – beim Dieter nur das oberste Regal. Spitzkopf-Blankaal. Spitzenklasse“, ruft ein älterer Herr mit weißen Haaren unter der blauen Fischermütze über den Kai. Auf seinem blau-weiß gestreiften Hemd ist sein Name aufgestickt: Aale-Dieter. Oder, wie er mit bürgerlichem Namen heißt: Dieter Bruhn.
Seit 66 Jahren steht er jeden Sonntag hier auf dem Hamburger Fischmarkt und verkauft Räucheraal und Räucherlachs. Er greift hinter die Theke, reicht Kostproben in die Menge und motzt scherzhaft eine Touristin an: „Willst dich hier durchfressen, oder was? Sieh mal zu, dass du dir was kaufst.“
Von Aal bis Zett
Der Lauf eines Aallebens







