PfadnavigationHomeGesundheitAlpenMittlerweile verbreiten sich Bettwanzen auch in den BergenStand: 07:13 UhrLesedauer: 3 MinutenDer Deutsche Alpenverein warnt vor einer Verbreitung von BettwanzenQuelle: Getty Images/Westend61Sogar bis hoch in die Alpen sind Bettwanzen vorgedrungen. Nur mit gezielten Maßnahmen lässt sich ihre weitere Ausbreitung stoppen.Sie verstecken sich in Ritzen und Matratzen und kommen meist erst in der Nacht heraus: Bettwanzen. Sie galten lange vielerorts als nahezu ausgerottet. Aber nun sind sie weltweit wieder auf dem Vormarsch. Vor allem in Hotels, Jugendherbergen oder Berghütten, wo Betten von wechselnden Gästen benutzt werden, breiten sie sich aus. Unbemerkt schleppen die Menschen die Wanze dann mit nach Hause oder ins nächste Quartier – sogar bis hoch in die Alpen.Das Thema treibt daher auch die Wirte auf Alpenvereinshütten um. Laut Deutschem Alpenverein (DAV) sind jährlich etwa 15 bis 20 der DAV-Hütten von Bettwanzen betroffen. Die Tendenz sei steigend, ähnlich wie bei Unterkünften im Tal, erläutert der Bergsportverein, dessen Sektionen rund 325 Hütten mit etwa 20.000 Übernachtungsmöglichkeiten betreiben. Der DAV appelliert nun an die Gäste, mitzuhelfen, die weitere Verbreitung der lästigen Plagegeister zu stoppen. Die Maßnahmen seien eigentlich ganz einfach. Dazu zählten eine gründliche Gepäckkontrolle vor und nach der Tour sowie verschließbare Beutel für Rucksack und Gepäck, damit die Tiere nicht reinkrabbeln und als blinde Passagiere weiterreisen können.Lesen Sie auchIn manchen Hütten darf wegen der Wanzengefahr der Rucksack nicht mit in die Schlafräume genommen werden. Manche Wirte schwören auf Klebefallen, damit die Tiere hängen bleiben, wenn sie aus ihrem Versteck kriechen. Andere lassen Wanzen‑Spürhunde durch die Schlafräume schnüffeln.Um sicherzugehen, dass keine Bettwanzen verschleppt werden, sollten Hüttenschlafsack und Kleidung regelmäßig bei mindestens 40 oder besser 60 Grad im längsten Waschprogramm mit viel Waschmittel gewaschen werden, rät der Alpenverein. Bei nicht waschbaren Gegenständen hilft eine dreitägige Tiefkühlkur bei minus 18 Grad oder eine Hitzebehandlung im Backofen bei mindestens 55 Grad. Doch all das ist auf einer Wanderung nicht möglich.Lesen Sie auchDabei liegt Bergsport im Trend, Mehrtagestouren von Hütte zu Hütte sind immer beliebter. Die Gästezahlen auf den Hütten steigen seit Jahren – mehr als 900.000 Übernachtungen waren es im Jahr 2024.Ein Problem ist der Hüttenschlafsack, in dem sich die Tiere gern einnisten – und Kleidung, die auf Hütten kaum gewaschen werden kann. So werden die Tiere von Hütte zu Hütte getragen.Auch Hotels sind eine Drehscheibe für die Verbreitung von Bettwanzen. Koffer und Taschen werden auf Sesseln, Teppichen oder Gepäckablagen abgestellt, wo die Tiere in Ritzen und Polstern lange überdauern können. Bei Ankunft empfiehlt es sich, ein Hotelzimmer kurz zu kontrollieren.Bettwanzen werden etwa so groß wie Marienkäfer. Ihr ovaler Körper ist braun. Die Tiere sind Blutsauger. Meist juckt an der Stichstelle die Haut. Gefährlich sind sie zum Glück nicht. Bislang ist nicht bekannt, dass sie Krankheiten auf Menschen übertragen können.dpa/dia
Alpen: Wie sich Bettwanzen mittlerweile in Berghütten verbreiten - WELT
Sogar bis hoch in die Alpen sind Bettwanzen vorgedrungen. Nur mit gezielten Maßnahmen lässt sich ihre weitere Ausbreitung stoppen.







