Stand: 02.06.2026 • 06:31 Uhr
Die Gründung war eine direkte Folge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986. Heute, zum 40. Jahrestag des Umweltministeriums, stellt sich die Frage: Welchen Stellenwert hat Umweltpolitik noch?
40 Jahre nach seiner Gründung feiert das Bundesumweltministerium ein Jubiläum - in einer Zeit, in der Umweltpolitik wieder stärker unter Druck geraten ist. Während Umwelt- und Klimaschutz lange als zentrale Zukunftsaufgaben galten, sehen Fachleute die Umweltpolitik heute in einer schwächeren Position.
"Die Umweltpolitik ist aktuell doch stark in der Defensive", sagt Anette Elisabeth Töller, Mitglied des Sachverständigenrats für Umweltfragen. Wirtschaftliche Unsicherheiten, internationale Krisen und politische Polarisierung drängten Umweltfragen zunehmend in den Hintergrund.
Auch Umweltverbände schlagen Alarm. Der Vorsitzende des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Olaf Bandt, spricht von einem "Kulturkampf gegen Umwelt-, Naturschutz- und Klimaschutz". Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland, sieht ebenfalls Probleme: "Momentan habe ich nicht den Eindruck, dass sich der Umweltminister durchsetzen kann."











