PfadnavigationHomePanoramaAntisemitismusStaatsschutz ermittelt wegen Hakenkreuz-Schmierereien an SchuleStand: 15:57 UhrLesedauer: 2 MinutenMathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer, hat beim World Jewish Congress in Genf eindringlich vor wachsendem Antisemitismus gewarnt. Sehen Sie hier seine Rede in voller Länge.Unbekannte haben eine Gesamtschule in Hessen mit verfassungswidrigen Symbolen beschädigt. Der Staatsschutz ermittelt, der Unterricht musste wegen Reinigungsarbeiten ausfallen.Bislang unbekannte Täter haben eine Gesamtschule in Groß-Umstadt im Kreis Darmstadt-Dieburg mit Hakenkreuzen, SS-Runen und weiteren verfassungswidrigen Symbolen beschmiert. Die Schule musste deshalb am Montag geschlossen bleiben – der Staatsschutz ermittelt, wie die Pressestelle des Landkreises Darmstadt-Dieburg mitteilte.Ersten Erkenntnissen zufolge drangen die Täter über ein Fenster in das Schulgebäude ein – mutmaßlich zwischen Freitag- und Sonntagnachmittag. Im Inneren der Schule wurden nach Angaben der Polizei der Flurboden, Wände sowie Scheiben mit Symbolen und Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen beschmiert. Schätzungen zufolge entstand ein Schaden im niedrigen fünfstelligen Bereich.Wegen der Säuberungs- und Malerarbeiten musste der Präsenzunterricht für die Schüler der fünften bis zehnten Klasse am Montag ausfallen, wie die Schule auf ihrer Webseite mitteilte. Das benachbarte Grundschulgebäude sei nicht betroffen gewesen. „Mittlerweile sind unsere Maler- und Reinigungsarbeiten abgeschlossen, sodass der Unterricht am Dienstag wieder regulär stattfinden kann“, sagte ein Pressesprecher des Kreises der Deutschen Presse-Agentur.Zentralrat der Juden fordert Strafrechts-VerschärfungAngesichts der hohen Zahl antisemitischer Straftaten hatte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, kürzlich eine Verschärfung des Strafrechts gefordert. Im Falle von antisemitischen Delikten wie der Leugnung des Existenzrechts Israels halte er „eine entsprechende Verschärfung für sinnvoll“, sagte Schuster. Kritisch äußerte sich der Zentralratspräsident dagegen über eine aus seiner Sicht zu große Nachsicht gegenüber Tätern. „Das Verständnis für die Täterperspektive ist bisweilen größer als für die Opfer“, sagte Schuster. Bewährungsstrafen dürften nicht „den Eindruck erwecken, man gehe als freier Mensch ohne Konsequenzen aus dem Gerichtssaal“.dpa/nw