Der veraltete Mobilfunkstandard 2G nähert sich in Deutschland seinem Ende. Als dritter Mobilfunkbetreiber kündigte O2 Telefónica in München am Montag an, die Technologie in der zweiten Jahreshälfte 2028 in Deutschland abzuschalten. Vodafone und die Deutsche Telekom wollen den Dienst in demselben Jahr abschalten, um die Frequenzen für neuere Mobilfunkstandards nutzen zu können.
O2 Telefónica spricht davon, dass die Umstellung für die Endkunden kaum Folgen habe, da die 2G-Technik mit ihren geringen Datenübertragungsraten nach heutigen Maßstäben ohnehin überkommen ist. »Für die meisten Verbraucher ändert sich nichts und sie können dem 2G-Ende in der Regel gelassen entgegensehen«, sagte O2-Technikchef Mallik Rao.Eine signifikante Ausnahme gibt es aber: Autos. Seit 2018 ist der sogenannte eCall für Neuwagen in der EU vorgeschrieben, der etwa bei schweren Unfällen automatisch einen Notruf absetzen soll. Die damals in den Autos verbauten Geräte basierten oft auf der alten Funktechnik. Mehr zu dem System lesen Sie hier.
Updates für die TÜV-PlaketteDer Nachfolger »Next Generation eCall« wurde erst Anfang 2026 offiziell eingeführt. Er basiert auf moderner LTE-Technik und funktioniert damit in Deutschland auch über 2028 hinaus. Für Autos, die in der Zwischenzeit zugelassen wurden, müssen sich die Besitzer nun selbst erkundigen, ob das jeweilige System auch nach der 2G-Abschaltung noch funktionieren wird. So liefert Volkswagen etwa bereits Updates aus, die alte Systeme auf neue Mobilfunktechnik umstellen.











