Eine Olympiasiegerin, zweimalige Champions-League-Gewinnerin und dreimalige Fußballerin des Jahres wird in der Regionalliga spielen: Der künftige Club von Alexandra Popp, Borussia Dortmund, hat den erhofften Aufstieg in die Zweite Bundesliga verpasst.
Der BVB besiegte Vorwärts Spoho Köln zwar 8:0, aber auch der 1. FC Köln II gewann bei Borussia Mönchengladbach II 2:0 und verteidigte dadurch den ersten Platz. Damit tritt die Reserve der Kölner in den Aufstiegsspielen gegen Holstein Kiel an, während die 145-malige Nationalspielerin sowie 336-malige Bundesligaspielerin Popp in der kommenden Saison nur in der dritten Liga spielen wird.Popp hatte nach 14 Jahren mit zahlreichen Titeln ihren Abschied vom Bundesligisten VfL Wolfsburg erklärt und beim BVB einen Vertrag bis 2029 unterschrieben. Den Schritt begründete sie als »Herzensentscheidung«. Popp ist seit ihrer Kindheit Anhängerin des BVB. Sie ist in Witten, nicht weit entfernt von Dortmund, geboren und aufgewachsen.
Mit der Perspektive, künftig in einer niedrigeren Liga aufzulaufen, hatte sich Popp auseinandergesetzt. »Willst du das? Kannst du das? Zweite Liga, Regionalliga? Das ist nun mal ein großer Unterschied zur ersten Liga und auch zur Champions League«, sagte sie beim Wechsel. Klar sei aber gewesen: »Ich will keine Extrawurst, sondern bin voll und ganz dabei. Ich nehme alles mit, egal, was kommt.«Projekt »Bundesliga« gerät ins StockenBorussia Dortmund tat sich lange schwer, eine Abteilung für Fußballerinnen zu gründen. Der Verein wollte nicht direkt in der Bundesliga einsteigen und keinen bestehenden Club übernehmen, wie es Eintracht Frankfurt beim Frauen-Traditionsverein 1. FFC Frankfurt getan hatte.






