Der Lkw-Fahrer steigt in seine Schlappen hinein und aus dem Führerhäuschen hinaus. Er reicht der Dame vom Veterinäramt seine Papiere. Dann fragt sie ihn nach einem bestimmten Stempel. Der fehlt. Der Fahrer mit den nackten Füßen hinterm Steuer hat nun „ein großes Problem“. Daraufhin greift sich die Veterinärin die Papiere und zieht sich in einen Polizeiwagen zurück. Sie und ihre Kollegin telefonieren aufgeregt. Währenddessen grunzen und quicken ein paar dutzend Schweine auf dem Transporter hinten vor sich hin. Ihr Schicksal ist wider Erwarten gerade ungewiss. Wenn Schweine hoffen könnten, dann wohl in dieser Stunde auf dem Rasthof bei Groß Bademeusel.Die Brandenburger Polizei kontrolliert hier am Freitagabend zehn Kilometer vor der polnischen Grenze Lastwagen. Hintergrund sind wiederholte Diebstähle Dutzender Rinder von Weiden in Südbrandenburg. In drei Fällen verschwanden insgesamt rund 150 Tiere. Der Bauernverband geht von professionellen Viehdieben aus.Die Polizei tappt bislang im Dunkeln. Die Behörde geht von einer „sehr hohen kriminellen Energie“ aus und hat daher die „Soko Weide“ ins Leben gerufen. Die Beamten stehen vor einer besonderen Herausforderung: Weil die Täter nachts agieren, gebe es wenige Hinweise, hält ein Polizeisprecher fest. Die meisten Landwirte hätten auch keine Kameras oder Lichtanlagen installiert. Das liege zum einen daran, dass Bauern in Brandenburg oftmals relativ große Weiden bewirtschafteten. „Je größer die Fläche, desto schwieriger“ sei die Sicherung der Weiden. Effiziente Maßnahmen wie zum Beispiel Kameratürme seien zum anderen sehr kostspielig.
Viehdiebe in Brandenburg: „Soko Weide“ kontrolliert Lkws an Ostgrenze
Nach einer Serie von Viehdiebstählen fahndet die Polizei nach den Tätern. An der polnischen Grenze kontrolliert die Polizei deshalb alles, was für Tiertransporte infrage kommt.










