PfadnavigationHomePolitikDeutschland„Besondere Schwere der Schuld“Terroranschlag von Bielefeld – Gericht verurteilt 36-jährigen Syrer zu HöchststrafeStand: 10:53 UhrAngeklagter Mahmoud M.Quelle: Federico Gambarini/dpaIm Mai 2025 hat ein Syrer Feiernde in Bielefeld mit einem Messer angegriffen und mehrere von ihnen lebensgefährlich verletzt. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht folgte der Forderung der Bundesanwaltschaft, die den Mann weiterhin für gefährlich hält.Für den Terroranschlag auf feiernde Menschen in Bielefeld ist der Attentäter zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach den 36-jährigen Syrer wegen vierfachen versuchten Mordes schuldig, stellte die besondere Schwere seiner Schuld fest und ordnete Sicherungsverwahrung an.Die Bundesanwaltschaft hatte für den geständigen Angreifer Mahmoud M. die Höchststrafe beantragt. Wegen seiner radikal-islamischen Gesinnung sei der Syrer nach wie vor gefährlich und seine Prognose ausgesprochen ungünstig, so die Argumentation. Die Verteidiger verwiesen auf eine schwere Kindheit des Angeklagten und die Depression, die ihm ein psychiatrischer Gutachter attestiert hatte. Sie beantragten zwölf Jahre Haft.Lesen Sie auchDie vier Opfer waren am 18. Mai 2025 nachts beim Feiern vor einer Bielefelder Bar angegriffen und durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden. Der Angreifer soll dabei „Allahu akbar“ gerufen haben. Der Angeklagte hatte die Tat in der Untersuchungshaft Psychologen und Psychiatern gestanden und im Prozess in seinem Schlusswort eingeräumt.Mehr in Kürze.dpa/rct/säd