Herr Kaiser, wenn Sie sich selbst einmal erinnern: Sie lernen gleich die Eltern Ihrer Partnerin kennen. Was ist Ihre größte Sorge? Mich hat das nicht besonders besorgt. Ich war eher gespannt und auch neugierig, sie kennenzulernen und zu sehen, wie ich mich mit ihnen verstehe. Wie viel Einfluss haben wir selbst darauf, ob wir bei den Eltern des Partners gut ankommen? Das hängt auch davon ab, wie gut ich schon weiß, was das für Leute sind. Wie leben sie, wo kommen sie her, was machen sie? Weiß ich etwa, dass meine Partnerin auch aus einer Professorenfamilie kommt, gibt es viele Gemeinsamkeiten, auf die man unausgesprochen zurückgreifen kann. Wenn das nicht so ist, gibt es deutlich mehr offene Fragen. Dann ist die Situation vergleichbar mit einer Fahrt ins Ausland: Am besten kommt man an, wenn man sich neugierig und aufgeschlossen zeigt. Man sollte auf sich wirken lassen, was auf einen zukommt, und nicht gleich zu meckern beginnen, dass alles ganz anders ist als zu Hause. Offenheit und höfliche Zurückhaltung bringen sehr viel, wenn es darum geht, die Eltern des Partners kennenzulernen. Das wird aber nicht immer berücksichtigt.