In Steinhöfel, im Landkreis Oder-Spree, beginnt die Solarzukunft nicht mit einer Vision, sondern mit Bauleitplanung. Der für März 2026 gemeldete Baustart reicht als kommunaler Prozess bis ins Jahr 2020 zurück: Am 2. Oktober 2020 stellte Sunfarming, ein in Brandenburg ansässiger Projektentwickler für Solar- und Agri-PV-Anlagen, den Antrag für den Klimapark.

Seitdem geht es um Flächen, Ortsteile, Sichtachsen, Hecken, Löschwasser, Rückbaupflichten – und um die Frage, wie viel landwirtschaftliche Fläche eine Gemeinde bereit ist, für Photovoltaik zu öffnen.

Der Klimapark soll nach Unternehmensangaben rund 500 Hektar und acht Ortsteile umfassen. Im Endausbau ist eine Leistung von bis zu 753 Megawatt Peak (MWp) vorgesehen. Für eine erste Ausbaustufe von 550 MWp und ein dazugehöriges Umspannwerk wurden Genehmigungen gemeldet. Der Strom soll über ein 110-kV-System in das Hochspannungsnetz eingespeist werden.

Das klingt technisch. Tatsächlich ist es Kommunalpolitik. Die Unterlagen zeigen, dass es in Steinhöfel nicht nur um Stromerzeugung geht, sondern um die doppelte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen, kommunale Beteiligung, Erschließung und landschaftliche Eingriffe. Hier zeigt sich Solarenergie nicht als abstrakter Beschluss aus Berlin oder Brüssel, sondern als Verwaltungsarbeit, Flächenentscheidung und Infrastruktur in der Gemeinde.