Bundesaußenminister Johann Wadephul gibt am 29. Mai 2026 in New York City, USA, eine Stellungnahme vor der Presse ab
Am Rande eines Besuchs bei den Vereinten Nationen in New York hat Außenminister Johann Wadephul das weitere Vorrücken der israelischen Armee im Süden des Libanon kritisiert und vor einer Verschärfung der Lage in der Region gewarnt. Das Vorgehen Israels gebe »Anlass zu großer Sorge«, erklärte der CDU-Politiker.
Wadephul rief sowohl Israel als auch die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz dazu auf, zur vereinbarten Waffenruhe zurückzukehren. Zugleich betonte er, Israel habe legitime Sicherheitsinteressen. Die fortgesetzten Angriffe der Hisbollah auf den Norden Israels müssten beendet werden.
Dennoch müsse Israel bei militärischen Operationen den Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur gewährleisten, forderte der Außenminister. Jede weitere Eskalation verschärfe die ohnehin angespannte Lage und könne neue Fluchtbewegungen innerhalb des Libanon auslösen.
Wadephul warnte zudem vor langfristigen Folgen des Konflikts. Wenn Zivilisten den Preis einer militärischen Eskalation zahlten und Teile des Libanon dauerhaft unbewohnbar würden, trage dies nicht zur Sicherheit Israels bei.













