Präsident Masoud Pezeshkian in Teheran am 18. Mai 2026

Irans Präsident Masud Pezeshkian hat Berichte über einen möglichen Rücktritt zurückweisen lassen. Sein Büro erklärt, der Präsident werde seine Arbeit fortsetzen und dem iranischen Volk weiterhin dienen.

Der oppositionelle Nachrichtensender Iran International hatte zuvor unter Berufung auf eine vermeintliche interne Quelle berichtet, dass Pezeshkian seinen Rücktritt per Brief an den Obersten Führer der Islamischen Republik, Mojtaba Khamenei, eingereicht habe.

Die Spekulationen fallen in eine Phase, in der Beobachter von zunehmenden Spannungen innerhalb der iranischen Führung berichten. Zugleich wird über eine Neuordnung der Machtverhältnisse nach der Ernennung von Mojtaba Khamenei zum Revolutionsführer diskutiert.

Vor diesem Hintergrund wirken die jüngsten Äußerungen des Präsidenten wie ein Versuch, den Spekulationen entgegenzutreten. Laut der Nachrichtenagentur Fars sprach Pezeshkian von der Notwendigkeit eines neuen Politik- und Führungsstils. Die Regierung dürfe sich nicht auf einen kleinen Kreis von Funktionären stützen, sondern müsse Wissenschaftler, Wirtschaftsvertreter und die Bevölkerung stärker einbinden.