Im Dezember hatten die 14 Vereine der Frauen-Bundesliga überraschend erklärt, den Ligaverband ohne den DFB gründen zu wollen. Der befürchtete Bruch der deutschen Topteams mit dem Dachverband bleibt trotz der Ausgliederung aus.Der Grundlagenvertrag regelt die rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Beziehungen zwischen DFB und FBL zunächst für sieben Jahre. Nach Angaben des FBL sollen in dieser Zeit über 20 Millionen Euro vom DFB an den Ligaverband fließen. Vorgesehen ist zudem ein Sitz der FBL-Präsidentin im DFB-Präsidium.

FBL-Präsidentin Katharina Kiel sprach von einem »historischen Schritt« für den professionellen Fußball der Frauen in Deutschland. »Wir werden die Zukunft der Liga künftig aus eigener Kraft gestalten – mit klarer Verantwortung der Clubs, professionellen Strukturen und dem Anspruch, international wettbewerbsfähiger zu werden.«Vereinbart wurden unter anderem ein vom FBL zu zahlender Pachtzins sowie ab dem vierten Vertragsjahr finanzielle Beiträge, etwa aus Ticketeinnahmen, an die Landesverbände. Der DFB will nach eigenen Angaben weiterhin die Abstellung von Nationalspielerinnen vergüten und in die Professionalisierung des Schiedsrichterwesens sowie in zertifizierte Nachwuchsleistungszentren investieren.