Nach dem verlorenen Champions-League-Finale war Kai Havertz vor allem als Tröster und Mutmacher gefragt. Zwar war auch der deutsche Nationalstürmer schwer enttäuscht über die Niederlage des FC Arsenal im Elfmeterschießen. Aber anders als fast alle seine Mitspieler – mit Ausnahme des Ersatzstürmers Gabriel Jesus und des Reservetorhüters Kepa – weiß Havertz, wie es sich anfühlt, den wichtigsten europäischen Vereinspokal in den Händen zu halten: Vor fünf Jahren gewann er die Königsklasse mit dem Londoner Stadtrivalen FC Chelsea. Bei der Medaillenübergabe, die Arsenal wie einen Behördentermin absolvierte, kümmerte sich Havertz besonders um den niedergeschlagenen Gabriel Magalhães, der den letzten Elfer vergeben hatte. Er nahm den Verteidiger in den Arm und sprach ihm aufmunternde Worte zu.