PfadnavigationHomeSportEishockeyNach Suizid der LegendeLemieux’ Gehirn wird gespendet – „Ein Geschenk an Familien, die nach Antworten suchen“Stand: 13:00 UhrLesedauer: 2 MinutenClaude Lemieux am 25. Mai dieses Jahres bei Spiel 3 der NHL-Finalserie der Eastern Conference zwischen den Montreal Canadiens und den Carolina Hurricanes Quelle: Christinne Muschi/The Canadian Press/AP/dpaNHL-Ausnahmespieler Claude Lemieux hatte sich das Leben genommen. Seine Familie willigt nun ein, dass das Gehirn der Eishockey-Ikone an der Boston University untersucht wird. Es soll helfen, die Langzeitschäden des Sports zu verstehen.Nach seinem Tod wird das Gehirn der kanadischen Eishockey-Legende Claude Lemieux der Boston University gespendet. Das teilte die Familie des viermaligen Stanley-Cup-Gewinners auf Instagram mit. Wie seine Tochter Claudia Lemieux Bishop in dem Statement erklärte, erteilte die Familie dem CTE-Zentrum der Universität die Erlaubnis, alle mit dem Namen Lemieux in Verbindung stehenden Forschungsergebnisse öffentlich zu machen. Allerdings sollten daraus keine Schlussfolgerungen hinsichtlich einer Diagnose gezogen werden. Lemieux hatte sich das Leben genommen. „Indem wir zulassen, dass sein Name mit dieser Forschung in Verbindung gebracht wird, hoffen wir, dass sein Leben in den kommenden Jahren zu einem besseren Verständnis, offeneren Gesprächen und einem besseren Schutz für Sportler und ihre Familien beitragen kann“, hieß es in der Erklärung. In der Hoffnung, so die Familie von Lemieux, „dass Claudes Leben auch weiterhin anderen helfen kann, hat die Familie beschlossen, sein Gehirn zu spenden, um die langfristigen Auswirkungen wiederholter Kopfstöße und traumatischer Verletzungen zu erforschen. Wir betonen, dass diese Entscheidung ein Geschenk an die Wissenschaft, an Sportler und an künftige Generationen von Familien ist, die nach Antworten suchen. Zum jetzigen Zeitpunkt sollten keine Schlussfolgerungen hinsichtlich der Diagnose gezogen werden“.Ein CTE-Zentrum erforscht unter anderem die degenerative Gehirnerkrankung Chronische Traumatische Enzephalopathie (CTE), die mit wiederholten Kopfstößen in Verbindung gebracht wird.Lemieux war in der NHL einer der effektivsten Play-off-Spieler seiner ZeitDer Kanadier, der auch die amerikanische Staatsbürgerschaft hatte, zählte zu den erfolgreichsten Spielern der NHL und gewann den Stanley Cup mit drei verschiedenen Teams: 1986 mit den Montreal Canadiens, 1995 mit den New Jersey Devils, 1996 mit den Colorado Avalanche und 2000 erneut mit den Devils. Lemieux sei „einer der besten Profis in wichtigen Spielen in der Geschichte des Eishockeys gewesen“, hatte ihn NHL-Boss Gary Bettman in einer Stellungnahme gewürdigt. US-Präsident Donald Trump nannte Lemieux eine „wahre Legende des Spiels und einen der härtesten Wettkämpfer, den das Hockey je gesehen hat“.Seinen ersten Triumph feierte er 1986 als Rookie mit den Montreal Canadiens. Schon damals deutete sich an, was Lemieux auszeichnen sollte: In den Play-offs lieferte er sofort ab und gehörte mit starken Offensivleistungen zu den Schlüsselfiguren des Titelgewinns. Die außergewöhnliche Erfolgsbilanz mit den Titelgewinnen mit New Jersey sowie Colorado unterstrich seinen Ruf als einen der effektivsten Play-off-Spieler seiner Zeit.pk