Peter Teglberg Madsen, 50, Walforscher aus Dänemark, bereitet sich auf einen geruchsintensiven Einsatz vor. Er wird am kommenden Donnerstag mit weiteren Experten den Buckelwal sezieren, der in Deutschland unter dem Namen „Timmy“ bekannt geworden ist. „Weil das Tier so lange in der Sonne gelegen hat, wird es stark stinken“, sagte der Madsen, der in Dänemark seit 25 Jahren Wal-Obduktionen begleitet. „Das wird ziemlich überwältigend, wenn man es nicht gewohnt ist.“ Die Obduktion wird auf der Insel Anholt stattfinden, am Nachmittag beginnen und „etwa sechs Stunden dauern“, sagte Morten Abildstrøm vom dänischen Amt für Naturverwaltung der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte ein Fahrzeug das Tier mit einem Seil aus dem flachen Wasser vor der Urlaubsinsel auf den Strand gezogen. Man wolle vor allem herausfinden, woran das Tier starb, so Walforscher Madsen – „denn in der Diskussion ging es ja viel darum, ob der Wal gerettet werden konnte oder nicht“. Der Forscher nimmt an, dass das Tier von vornherein keine Chance hatte. „Das war ganz offensichtlich ein krankes, entkräftetes Tier, das nicht gerettet werden konnte, und man hätte es einfach in Frieden lassen sollen.“ Stattdessen habe man ein Tier, das noch nie in Gefangenschaft gelebt habe, tagelang in einer Metallkiste eingesperrt über das Meer bugsiert. „Es wurde von den Wellen hin und her geschmissen, dem Lärm der Motoren ausgesetzt, um dann einfach ins Meer gekippt zu werden – das muss höllisch stressig und beängstigend für das Tier gewesen sein.“ Die Aktion sei „reine Tierquälerei“ gewesen, so Madsen.Auf der beschaulichen Urlaubsinsel Anholt mit knapp 130 Bewohnern wundern sich viele über das große Interesse an dem „deutschen Promi-Wal“, wie ihn hier einige nennen. „Ich verstehe nicht, wieso die Deutschen so ein Aufheben um diesen Wal machen“, sagte die Dänin Susanna der Deutschen Presse-Agentur. Für die Einheimischen bedeutet der Kadaver vor allem Ärger, zumal er am beliebtesten und zugänglichsten Strand der Insel liegt. Wenn die Arbeiten an dem Tier beginnen, dürfen Presse und Öffentlichkeit mit etwas Abstand zusehen. Tierärzte, Behördenvertreter und Experten werden zum Beispiel nach Resten von Fischernetzen und Plastik im Darm und in der Speiseröhre des Tiers suchen. „Bei vier der letzten sechs gestrandeten Buckelwale in Dänemark haben Fischernetze nachweislich eine Rolle bei ihrem Tod gespielt“, sagte Walforscher Madsen. Bei den beiden anderen sei das zumindest eine Möglichkeit gewesen, man könne es nur nicht mit Sicherheit sagen. „Wir sollten uns darüber freuen, dass wir wieder mehr Buckelwale in der Ostsee sehen“, sagte der Experte von der Universität Aarhus. „Aber anstatt so viele Ressourcen auf den Versuch zu verwenden, ein einzelnes Tier zu retten, sollten wir dafür sorgen, dass Tiere nicht in solche Situationen geraten.“ Javier Rojas/Javier Rojas/PI via ZUMA Press WKanye West, 48, US-Rapper mit einer Tendenz zu rassistischen und antisemitischen Aussagen, wird diesen Sommer wohl nicht nach Italien reisen. Der Auftritt des umstrittenen Musikers in der italienischen Stadt Reggio Emilia ist abgesagt worden. Der Präfekt der 172 000-Einwohner-Stadt, Salvatore Angieri, teilte mit, die Absage erfolge aus Gründen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit. Das Konzert des Rappers hätte am 18. Juli in der RCF Arena stattfinden sollen. Auch ein Konzert von US-Rapper Travis Scott, 35, einen Tag zuvor wurde abgesagt. Die beiden Rapper hätten eigentlich bei dem Musikfestival „Pulse of Gaia“ in Reggio Emilia auftreten sollen. Die Entscheidung zur Absage fiel bei einer Sitzung des Provinzausschusses für öffentliche Ordnung und Sicherheit. Zuvor hatte bereits die britische Regierung dem Musiker die Einreise verweigert. In Polen wurde ein geplantes Konzert von den Veranstaltern abgesagt. Einen Auftritt in Frankreich sagte West wegen eines drohenden Verbots selbst ab. Auch ein Auftritt in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi wurde zuletzt abgesagt. Kanye West zählt zu den einflussreichsten und zugleich am stärksten polarisierenden Künstlern der Musikindustrie. Immer wieder fiel der Ex-Mann von Kim Kardashian mit rassistischen und antisemitischen Aussagen auf. 2025 hatte er ein Lied mit dem Titel „Heil Hitler“ veröffentlicht. In Form einer ganzseitigen Anzeige im Wall Street Journal bat er später um Entschuldigung. GABO PhotosNina Hagen, 71, Punksängerin, hat keine Angst vor dem Tod. „Im Gegenteil. Gottes Zeitplan ist perfekt. Jesus hat den Tod für uns alle besiegt. Wenn wir Jesus nachfolgen wollen, haben wir nichts mehr mit dem Tod an der Backe“, sagte sie am Samstag dem katholischen Kölner Internetportal domradio.de. „Wir werden eines schönen Tages unsere Knochen hier liegen lassen, wie sich das gehört, aber wir bekommen dann einen neuen himmlischen Körper. Und darauf freue ich mich.“ Sie sei schon in der Pubertät mit dem christlichen Glauben in Berührung gekommen, berichtet die in Ostberlin geborene Sängerin und Schauspielerin, die aus einem atheistischen Elternhaus stammt. Auf die Bibel sei sie über das Werk von Bertolt Brecht aufmerksam geworden. „So habe ich angefangen, darin zu lesen, und wurde schon sehr früh quasi zum Jünger von Jesus. Weil ich mich in die Tatsache verliebt hatte, dass es tatsächlich den einen richtig guten Menschen gibt, der er ist.“
Buckelwal auf Anholt: Experten obduzieren Timmy in Dänemark
Dänemarks führender Wal-Forscher bereitet sich auf die Obduktion von „Timmy“ vor, Kanye West wird nicht in Italien auftreten, und Nina Hagen freut sich auf ihren „neuen himmlischen Körper“.










