Zwei oder mehr Jobs zu haben, ist unter dem Namen „Polyworking“ zum Trend geworden. Unsere Autorin findet, dass es daran nichts zu glorifizieren gibt.
Polyworking heißt das Modell, zwei oder mehrere Jobs gleichzeitig zu haben
Lubitz + Dorner/plainpicture
D u hast nur einen Job? Langweilig! Wenn du deine Karriere flexibel halten, dich selbst verwirklichen und gleichzeitig finanziell unabhängig sein möchtest, dann suche dir lieber mehrere „Side Hustles“ (also, Nebenjobs). Polyworking heißt das Modell, zwei oder mehrere Jobs gleichzeitig zu haben. Wozu Menschen mit geringem Einkommen gezwungen werden, um sich finanziell über Wasser zu halten, ist nun auch in der Mittelklasse angekommen. Auf Social Media berichten unter den Hashtags #polyworking oder #multiplejobs junge Menschen, wie dieses Arbeitsmodell ihr Leben verändert hat.
Auch ich zähle zu dieser Gruppe junger Menschen. Und auch mein Leben hat sich verändert – allerdings nicht so positiv, wie es Influencer*innen auf Tiktok und Instagram versprechen. Man könne sich die Zeit je nach Tätigkeit so einteilen, wie man möchte, heißt es da beispielsweise. Außerdem stünden einem, wenn man sich in mehreren Jobs verschiedene Skills aneignet, viele Karriereoptionen offen. Ach ja, und das kleine Extra-Taschengeld, klar, das darf man dabei auch nicht vergessen. Das alles begründet also, warum einer Umfrage der Plattform Academized von 2025 zufolge, ungefähr jede zweite Person im Alter zwischen 26 und 41 Jahren mindestens einer Nebentätigkeit nachgeht?












