Stand: 31.05.2026 • 09:32 Uhr

Wer länger lebt, muss länger arbeiten - so lautet eine Forderung in der Reformdebatte zur Rente. Doch Zahlen zeigen: Die Lebenserwartung fällt in den Bundesländern unterschiedlich aus. Die Linke warnt vor einer Rentenkürzung.

Noch tagt die Rentenkommission der Bundesregierung. Ihre Reformvorschläge soll sie voraussichtlich erst Ende Juni vorstellen. Doch vor allem die CDU bringt immer wieder die Idee ins Spiel, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln. Zuletzt hatte sich dafür unter anderem Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ausgesprochen.

Für die Linke käme das einer Rentenkürzung für viele Menschen gleich. "Wer ernsthaft über die Kopplung der Regelaltersgrenze an die Lebenserwartung diskutiert, blendet die steigenden Ungleichheiten zwischen Regionen völlig aus“, sagt die rentenpolitische Sprecherin der Partei, Sarah Vollath.

So zeigen Zahlen des Arbeits- und Sozialministeriums, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegen, dass sich die Lebenserwartung in Deutschland je nach Region und Geschlecht sehr unterschiedlich entwickelt. Eine pauschale Aussage für das gesamte Bundesgebiet würde die tatsächlichen Lebensverhältnisse in den Ländern daher nicht widerspiegeln.