HipHop aus Ostdeutschland als immaterielles Kulturerbe anerkennen lassen – mit diesem Vorhaben hat der Dessauer Verein Newkid e.V. in den vergangenen Jahren bundesweit Aufmerksamkeit erzeugt. Nun sorgt die Ablehnung des Antrags durch die Staatskanzlei Sachsen-Anhalt für Kritik. Der Verein spricht von mangelnder Wertschätzung ostdeutscher Jugend- und Subkultur. Die Staatskanzlei weist die Vorwürfe zurück und verweist auf inhaltlichen Nachbesserungsbedarf.
Der Verein Newkid e.V. aus Dessau-Roßlau engagiert sich seit 2023 im Bereich urbaner Kulturarbeit. Im Mittelpunkt stehen Projekte rund um HipHop, Jugendkultur und ostdeutsche Identität. Der Verein versteht HipHop dabei nicht nur als Musikgenre, sondern als kulturelle Ausdrucksform, die insbesondere in Ostdeutschland eng mit gesellschaftlichen Umbrüchen und Erfahrungen verbunden sei. In verschiedenen Projekten beschäftigt sich der Verein mit der Geschichte von HipHop in der DDR und den Transformationsjahren nach der Wiedervereinigung. Dabei arbeitet Newkid e.V. nach eigenen Angaben unter anderem mit Institutionen wie der Stiftung Bauhaus Dessau, dem Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation und dem Institut für Auslandsbeziehungen zusammen.







