Im Streit um die ausufernden Kosten der Pflegeversicherung will ein führender CDU-Politiker nun auch Kinder von Betroffenen stärker heranziehen. Bislang müssen sie nur bei sehr hohem Einkommen einspringen.
30.05.2026, 17.55 Uhr
Symbolbild Pflege: Wann muss die Solidargemeinschaft ran, wann die Familie?
Die bisherigen Regeln zur Pflegeversicherung glichen einem »Erbenschutzprogramm« schimpfte, unlängst Albert Stegemann und kündigte an, dass das Eigenheim stärker zur Finanzierung der Pflegekosten einbezogen werden solle . Nun legte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag nach – und verlangte, dass sich erwachsene Kinder früher an den Kosten ihrer pflegebedürftigen Eltern beteiligen als bisher.
»Ich sehe die Möglichkeit, die Einkommensgrenze, bei der man zu den elterlichen Pflegekosten herangezogen wird, herunterzusetzen«, sagte CDU-Politiker Stegemann der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. Bislang müssen sich erwachsene Kinder nur dann an der Finanzierung eines Heimplatzes für ihre Eltern beteiligen, wenn sie ein Jahresbruttoeinkommen von mehr als 100.000 Euro haben.Die 2020 eingeführte Grenze von 100.000 Euro nannte Stegemann rückblickend »mehr oder weniger willkürlich«. Er warnte mit Blick auf die Lage der Pflegekassen: »Wenn wir nichts tun, steigen die Beiträge bis 2030 von 3,6 auf 4,6 Prozent, für Kinderlose in Richtung 5,5 Prozent.«











