Die Explosion einer Blue-Origin-Rakete am Donnerstag könnte weitreichende Folgen für die Raumfahrtindustrie haben. Dabei wurden auch das Launchpad und weitere wichtige Bodeninfrastruktur zerstört. Der Wiederaufbau könnte lange dauern und wichtige Missionen der NASA verzögern.
Der Startplatz LC-36A von Blue Origin in Florida hat laut einem Bericht von Arstechnica erhebliche Schäden erlitten. Das hat auch jahrelange Bauarbeiten und mehrere hundert Millionen US-Dollar an Investitionen zunichtegemacht, ebenso das einzige Launchpad für die Schwerlastrakete New Glenn, welches das Unternehmen besaß. Auf der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien arbeitet Blue Origin an einer New-Glenn-Startvorrichtung, doch das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen.
Es könnte noch mindestens ein Jahr dauern, bis wieder Raketenstarts von LC-36A möglich sind, schätzt Eric Berger von Arstechnica, auch die enormen Ressourcen von Amazon-Gründer Jeff Bezos – dem auch Blue Origin gehört – könnten daran nichts ändern. Die Vulcan Centaur des US-Raumfahrtunternehmens United Launch Alliance (ULA) muss zurzeit wegen technischer Probleme ebenfalls am Boden bleiben. In der US-Raumfahrtindustrie ist SpaceX damit zurzeit der einzige Anbieter mit flugfähigen Schwerlastraketen. Besonders bitter ist diese Situation für Kunden von Blue Origin, denn in der zweiten Hälfte des Jahres waren diverse New-Glenn-Starts für die NASA, AST SpaceMobile und Co geplant.










