Börse in Hongkong: Der MSCI ACWI IMI schließt auch Schwellenländer mit ein

Ich war 22, und die Bankangestellte war die große Schwester einer Mitschülerin. Sie empfahl mir damals einen Fonds. Genauer: den UniGlobal. Und sie sagte einen Satz, der mich in den folgenden Jahrzehnten immer wieder beschäftigen sollte: Die gute Idee an so einem Fonds sei, dass man seine Geldanlage streue. Dass also nicht alles vom Wohl und Wehe einer einzigen Firma abhänge. Nicht von Siemens, nicht von BASF, nicht von Daimler-Benz. Auch nicht von Windkraftanbietern, die mir damals viel näher waren. Sondern von vielen Unternehmen gleichzeitig.

Das mit der Streuung war damals ein ziemlich guter Rat – von einer Bankerin.Denn wenn Sie Geld in Aktien anlegen, ist Streuung schon die halbe Miete. Vielleicht sogar mehr als die halbe. Wer nur eine Aktie kauft, setzt auf ein Unternehmen. Wer zehn Aktien kauft, setzt auf zehn Unternehmen. Wer aber einen breit gestreuten Aktienfonds kauft, beteiligt sich an sehr vielen Unternehmen auf einmal. Geht eines davon bankrott, ist das ärgerlich, aber nicht existenziell. Läuft ein anderes besonders gut, profitiert man mit. Diese Idee hat mich nie wieder losgelassen .

In den ersten Jahren meiner Beschäftigung mit Geldanlage hörte ich dann viele Faustregeln. Mindestens sechs verschiedene Aktien solle man haben, hieß es. Das reiche aus als Streuung. Später kursierte die Zahl 20. Es waren so wenige, weil mehr Firmen zwar die Streuung verbessern, aber die Beobachtung von mehr Firmen auch Arbeit macht. Viel Arbeit. Mir ist mal eine Solarfirma, in die ich ein paar Hundert Euro gesteckt hatte, pleitegegangen, bevor ich das Geld abziehen konnte.