PfadnavigationHomePolitikDeutschlandKanzlertauschgerüchteRhein und Spahn stellen sich hinter Kanzler – „Nicht weniger Merz, wir brauchen mehr Merz“Stand: 14:51 UhrLesedauer: 3 MinutenJournalist und Podcaster Robin Alexander analysiert die aktuellen Gerüchte um einen möglichen Kanzlertausch in der Union, bewertet die Rolle von Friedrich Merz und Henrik Wüst und ordnet die Herausforderungen der Regierung bei Reformen und in Sachsen-Anhalt ein.In der Union rumort es angeblich über die Zukunft von Kanzler Merz – doch führende Unions-Politiker zeigen sich eindeutig: „Unsinn“, sagt Jens Spahn zu Kanzlertauschgerüchten, und Boris Rhein verkündet: „Wir brauchen nicht weniger Merz, wir brauchen mehr Merz“.Nach Medienberichten über Gedankenspiele in der Union zu einem Kanzlertausch zeigen sich Spitzenpolitiker von CDU und CSU solidarisch mit Regierungschef Friedrich Merz. Unionfraktionschef Jens Spahn und der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (beide CDU) stärkten Merz auf einem Landesparteitag der Hessen-CDU den Rücken. Auch NRW-Regierungschef Hendrik Wüst und CSU-Vize Manfred Weber stellten sich vor den Kanzler. Medien hatten zuletzt von Gedankenspielen innerhalb der Union berichtet, ob Merz angesichts der schwierigen Lage der schwarz-roten Koalition durch einen anderen Politiker ersetzt werden könnte. Dabei war der Name des NRW-Regierungschefs und CDU-Landesvorsitzenden Wüst gefallen. Aus dem Umfeld des Kanzlers waren die Gerüchte scharf zurückgewiesen worden. Die Idee zeuge von einer „gefährlichen Lust an der Zündelei“, hieß es.„Wir brauchen nicht weniger Merz, wir brauchen mehr Merz“, sagte Rhein nun beim Landesparteitag der Hessen-CDU in Rotenburg an der Fulda. Er rief seine Partei dazu auf, dem politischen Gegner bei derartigen Gerüchten nicht in die Falle zu laufen. „Wir sind Mehrheit, wir sind Mitte, wir sind Merz“, betonte er unter Beifall der Parteitagsdelegierten.Merz habe einen klaren KompassSpahn bezeichnete Berichte über Gedankenspiele zu einem Kanzlertausch als „Unsinn“. Der unlängst mit ordentlichen 86,5 Prozent wiedergewählte Fraktionschef verwies in seiner Rede auf Erfolge der schwarz-roten Bundesregierung und sprach von einem Politikwechsel in vielen Feldern. Merz sei ein Kanzler, der anpacke und einen klaren Kompass habe, wenn es darum gehe, Deutschland zu reformieren und wirtschaftlich wieder stark zu machen – „und dabei hat er unsere volle Unterstützung“. Lesen Sie auchAuch Wüst hatte am Freitagabend Spekulationen über einen möglichen Kanzlertausch klar widersprochen und Merz seine volle Unterstützung zugesagt. „Um es noch einmal ganz klar zu sagen: Die Spekulationen der vergangenen Tage sind einfach Quatsch!“, sagte Wüst auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Ich kann vor solchen Gerüchten und Personalspekulationen auch nur warnen.“ Zuerst hatte die „Westfalenpost“ berichtet.„Die Herausforderungen in Deutschland sind groß – nur darum geht es jetzt“, sagte Wüst weiter. Merz gehe seine großen Aufgaben für Deutschland in Europa und der Welt mit großer Entschlossenheit an. „Dabei hat er meine volle Unterstützung“, unterstrich Wüst. „Friedrich Merz kann sich auf die gesamte NRW-CDU bei seiner Arbeit verlassen.“ Am Montag werden Wüst und Merz zu einer internen Klausur auf Einladung der nordrhein-westfälischen CDU im sauerländischen Meschede erwartet.Union und Sozialdemokraten weiter im Umfragetief CSU-Vize Manfred Weber, der auch Partei- und Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP) ist, hob Merz’ wichtige Rolle in Europa hervor. „Auf der europäischen Ebene hat Friedrich Merz eine starke Stellung. Er gestaltet die Debatte, hört aber auch zu“, sagte Weber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Merz’ Führungskraft sei jetzt sehr wichtig. Lesen Sie auchDer schwarz-roten Koalition stehen wegweisende Wochen bevor, zahlreiche Reformen stehen an. In Umfragen stehen Union und SPD schwach da. Im neuen „Sonntagstrend“ des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild am Sonntag“ liegt die Union mit unverändert 22 Prozent deutlich hinter der AfD, die auf weiterhin 29 Prozent kommt. Die SPD bleibt bei 12 Prozent, Schwarz-Rot hätte damit keine Mehrheit, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Die Grünen rangieren mit unverändert 14 Prozent vor den Sozialdemokraten, die Linke mit weiter 11 Prozent knapp hinter der SPD. Die INSA-Umfrage im Überblick:AfD: 42 Prozent (+/-0)
Kanzlertauschgerüchte: Rhein und Spahn stellen sich hinter Kanzler – „Nicht weniger Merz, wir brauchen mehr Merz“ - WELT
In der Union rumort es angeblich über die Zukunft von Kanzler Merz – doch führende Unions-Politiker zeigen sich eindeutig: „Unsinn“, sagt Jens Spahn zu Kanzlertauschgerüchten, und Boris Rhein verkündet: „Wir brauchen nicht weniger Merz, wir brauchen mehr Merz“.












