Im Rahmen einer beispiellosen Rettungsaktion unter Leitung einer privaten Initiative wurde der vor der Ostseeinsel Poel gestrandete Buckelwal, von vielen „Timmy“ oder „Hope“ genannt, über die dänische Ostsee in die Nordsee geschleppt. Einige Tage nach seiner Freilassung meldeten die Behörden, dass vor der dänischen Küste ein toter Wal entdeckt wurde, bei dem es sich um „Timmy“ handelt. Verfolgen Sie hier die Entwicklungen weiter unten im Newsticker. Wal-Livestream von News5 Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Quelle: News5 via Youtube (Video eingebettet) 11:53 Uhr: Obduktion am Donnerstag Der Kadaver des als „Timmy“ bekannten Buckelwals soll am kommenden Donnerstag auf der dänischen Insel Anholt untersucht werden. „Die Obduktion wird am Nachmittag beginnen und etwa sechs Stunden dauern“, sagte Morten Abildstrøm vom dänischen Amt für Naturverwaltung der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte ein Fahrzeug das Tier mit einem Seil aus dem flachen Wasser vor der Urlaubsinsel auf den Strand gezogen. Im Sand hinterließ der aufgeblähte Kadaver eine riesige Furche. „Alles ist nach Plan verlaufen“, kommentierte Abildstrøm die etwa zweistündige Aktion. „Jetzt werden sich Tierärzte und Experten um die Untersuchung des Wals kümmern.“ 10:07 Uhr: Bergung von „Timmy“ gestartet Auf der dänischen Insel Anholt haben die Arbeiten am Kadaver „Timmys“ begonnen. Im Livestream des Anbieters „News5“ war am Morgen zu sehen, wie ein Fahrzeug das Tier mit einem Seil aus dem flachen Wasser etwas weiter an Land zog. Wie weit der verwesende Wal gezogen werden soll, war zunächst nicht zu erkennen. 09:02 Uhr: Verwesender „Timmy“ wird an Land gezogen Lange passierte nichts, nun soll der vor der dänischen Insel Anholt liegende Kadaver von „Timmy“ an Land gezogen werden. Ob das am Samstag oder erst am Sonntag passiert, war zunächst unklar. „Weil das Tier so lange in der Sonne gelegen hat, wird es stark stinken“, sagte der Wal-Forscher Peter Teglberg Madsen, der in Dänemark seit 25 Jahren Wal-Obduktionen begleitet. „Das wird ziemlich überwältigend, wenn man es nicht gewohnt ist.“ Außerdem bestehe Ansteckungsgefahr, weshalb an solchen Aktionen möglichst wenige Menschen beteiligt seien. Der Forscher nimmt derzeit an, dass das Tier von vornherein keine Chance hatte. „Das war ganz offensichtlich ein krankes, entkräftetes Tier, das nicht gerettet werden konnte, und man hätte es einfach in Frieden lassen sollen.“ Stattdessen habe man ein Tier, das noch nie in Gefangenschaft gelebt habe, tagelang in einer Metallkiste eingesperrt über das Meer bugsiert. „Es wurde von den Wellen hin und her geschmissen, dem Lärm der Motoren ausgesetzt, um dann einfach ins Meer gekippt zu werden – das muss höllisch stressig und beängstigend für das Tier gewesen sein.“ Die Aktion sei „reine Tierquälerei“ gewesen. Tierärzte, Behördenvertreter und Experten werden nach Resten von Fischernetzen und Plastik im Darm und in der Speiseröhre des Tiers suchen. „Bei vier der letzten sechs gestrandeten Buckelwale in Dänemark haben Fischernetze nachweislich eine Rolle bei ihrem Tod gespielt“, sagte Wal-Forscher Madsen. Bei den beiden anderen sei das zumindest eine Möglichkeit gewesen, man könne es nur nicht mit Sicherheit sagen. Wal-Newsblog vom 29.5.2026 15:17 Uhr: Schweres Gerät soll heute Abend auf Anholt eintreffen Am Donnerstag berichtete das dänische Umweltministerium, dass der vor Anholt liegende Kadaver von Buckelwal „Timmy“ direkt auf der Insel Anholt geborgen und anschließend obduziert werden soll. Jane Hansen von der Umweltbehörde berichtete dem Tagesspiegel auf Anfrage, dass man beschlossen habe, „den Wal auf Anholt zu bergen und die Obduktion sowie die wissenschaftlichen Untersuchungen vor der Entsorgung auf der Insel durchzuführen“. Die Arbeiten sollen demnach in zwei Phasen durchgeführt werden. Bereits an diesem Wochenende wolle man „Timmys“ Kadaver zunächst an Land ziehen und gegen Ende der nächsten Woche eine Obduktion, wissenschaftliche Untersuchungen am Wal und die „Bearbeitung seines Körpers“ vornehmen. Danach könne der Wal-Kadaver schließlich beseitigt werden, sagte sie weiter. Wann genau der Kadaver am Wochenende an Land gezogen werden soll, ließ Hansen jedoch offen. Der Reporter der Videonachrichtenagentur News5, Tobias Grabow, berichtete unterdessen im laufenden Livestream vor Ort, dass in der Nähe des Wals ein Traktor eingetroffen sei, um ein am Strand liegendes langes Seil zu entfernen und den Abschnitt freizuräumen. Mit dem Seil wurden bisherige Bergungsversuche des Buckelwals unternommen – allerdings scheiterten diese aufgrund der Wetterbedingungen. Am Freitagabend um 18 Uhr soll außerdem die reguläre Passagierfähre im Anholter Hafen anlegen. An Bord sollen sich demnach weitere Fahrzeuge für die geplante Wal-Bergung befinden – konkret soll es sich dabei um einen Bagger und ein allradgetriebenes Unimog-Fahrzeug handeln. „Die Baugeräte kommen heute an“, sagte Grabow im Livestream ohne Nennung einer Quelle. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben allerdings nicht. Eine Anfrage des Tagesspiegels an das dänische Umweltministerium blieb bislang unbeantwortet. 14:36 Uhr: Wal-Retter vermessen Wal-Kadaver auf Anholt Am Donnerstag tauchten am Strand von Anholt zwei Männer auf, um den Kadaver des Wals im Wasser zu vermessen. In Livestream-Aufnahmen der Videonachrichtenagentur News5 war gestern zu sehen, wie die beiden Personen in wasserdichten, sogenannten Wathosen mit Gerätschaften hantierten und sich dafür mit Teleskopstangen und einem Band in Art einer Wäscheleine ausstatteten. Bereits am Vortag hatte es geheißen, dass die beiden Wal-Retter dem sogenannten „Team Hope“ angehören sollen und zwei vormalige Mitglieder der privaten Rettungsinitiative seien. Wenig später berichtete die Geldgeberin der Privatinitiative, Karin Walter-Mommert, der Videonachrichtenagentur News5, dass die beiden Männer „nicht im Auftrag der Initiative“ gehandelt hätten, sondern wohl privat in Anholt seien. Demnach würden sie „das Dabeisein bei einer Obduktion“ gefährden, soll Walter-Mommert News5 zufolge gesagt haben.Das dänische Umweltministerium warnt bereits seit Tagen davor, dass man sich dem Kadaver nicht nähern soll, da aufgrund der im Körper entstehenden Verwesungsgase akute Explosionsgefahr sowie auch das Risiko von Krankheitsübertragungen bestehe. Ob die Vermessung mit den dänischen Behörden abgesprochen war, ist fraglich. 13:55 Uhr: Tierärztin Tönnies bezeichnet Obduktionspläne als „völliges Versagen“ Als Mitglied der privaten Initiative war Tierärztin Kirsten Tönnies maßgeblich an der Rettungsaktion für Buckelwal „Timmy“ beteiligt. Nun äußerte sich die Inhaberin einer Praxis in Hattersheim zur geplanten Obduktion des Wal-Kadavers auf der dänischen Insel Anholt. Die Autopsie da oben in Dänemark: völliges Versagen – schon wieder.Kirsten Tönnies, KleintierärztinVia Instagram sagte die Buchautorin, dass die Autopsie „längst hätte stattfinden müssen“ und ergänzte: „Jetzt können wir’s vergessen.“ Falls man bei der pathologischen Untersuchung etwas hätte feststellen können, sei dies nun zweifelsfrei vorbei, monierte Tönnies. „Was schiefgehen konnte, ist schiefgelaufen.“ Die Obduktion „da oben in Dänemark“ sei demnach als „völliges Versagen“ zu werten – und zwar „schon wieder.“Weiterhin teilte die Kleintierärztin mit, dass sie wohl mehrere Gewebeproben des Wals „von Poel zum Abgleich mit Dänemark“ an ein Labor geschickt habe. Dadurch wolle sie zweifelsfrei feststellen lassen, ob es sich bei dem vor Mecklenburg-Vorpommern gestrandeten Meeressäuger und dem vor der dänischen Anholt liegenden Buckelwal-Kadaver um das gleiche Tier handelt. „In vier Wochen wissen wir definitiv: Ist es dasselbe Tier.“Bereits vor Wochen hatten die Umweltministerien in Dänemark und Mecklenburg-Vorpommern bestätigt, dass es sich zweifelsfrei um den gleichen Wal handelt. In den sozialen Medien kursieren allerdings Gerüchte, die das anzweifeln und bislang jeglicher Faktengrundlage entbehren. Kleintierärztin Kirsten Tönnies spricht am 28.04.2026 in Kirchdorf vor Medienvertretern. © dpa/Philip Dulian 6:19 Uhr: Wal-Skelett soll nach Obduktion nicht ins Meeresmuseum nach Stralsund kommen Forscher des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, die maßgeblich an den ersten Rettungsmaßnahmen für den vor der Ostsee gestrandeten Buckelwal „Timmy“ beteiligt waren, werden voraussichtlich nicht an der fürs Wochenende angesetzten Obduktion des Kadavers teilnehmen. Eine Sprecherin der Institution sagte dem Tagesspiegel auf Anfrage: „Vom Deutschen Meeresmuseum wird niemand bei der Obduktion vor Ort sein. Wir haben bisher keinerlei Anfragen gestellt.“ Es ist weiterhin nicht vorgesehen, dass das Skelett nach Stralsund kommt.Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums StralsundStattdessen wolle man sich „darauf beschränken, um die Obduktionsergebnisse zu bitten, wenn sie vorliegen“, sagte die Sprecherin und ergänzte: „Diese sind für uns von großem wissenschaftlichem Interesse.“ Auf Proben des Kadavers habe man keinerlei rechtliche Ansprüche, hieß es weiter. Nach Angaben der Sprecherin soll das Skelett von Buckelwal „Timmy“ nach der Obduktion nicht im Meeresmuseum Stralsund ausgestellt oder für wissenschaftliche Zwecke aufbewahrt werden – auch nicht, wenn das Skelett andernfalls von den dänischen Behörden entsorgt werden sollte. „Es ist weiterhin nicht vorgesehen, dass das Skelett nach Stralsund kommt“, hieß es dazu auf Anfrage. Im Meeresmuseum Stralsund hängt das Skelett eines 15 Meter langen Finnwals. © Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern 5:19 Uhr: Obduktion von „Timmys“ Kadaver am Wochenende auf Anholt geplant Das dänische Umweltministerium berichtete am Donnerstag, dass der vor Anholt liegende Kadaver von Buckelwal „Timmy“ direkt auf der Insel geborgen und anschließend obduziert werden soll. „Die Umstände rund um den gestrandeten Buckelwal bei Anholt haben sich derart verändert“, betonte Jane Hansen von der Umweltbehörde auf Anfrage des Tagesspiegels. Daher habe man nun „beschlossen, den Wal auf Anholt zu bergen und die Obduktion sowie die wissenschaftlichen Untersuchungen vor der Entsorgung auf der Insel durchzuführen“. Der Wal befindet sich in einem fortgeschrittenen Verwesungszustand.Jane Hansen, Dänisches UmweltministeriumMan habe sich zu diesem Schritt entschlossen, da die Wetterbedingungen der letzten Tage einen Transport über die Ostsee ins 50 Kilometer entfernte Grenaa zum ursprünglich angedachten Obduktionsort unmöglich gemacht hätten. Zudem sei man weiterhin der Ansicht, „dass der Wal eine erhebliche Störung am Strand darstellt und daher entfernt werden muss“, so Hansen.Die Arbeiten sollen demnach jetzt in zwei Phasen durchgeführt werden: Am kommenden Wochenende wolle man „Timmys“ Kadaver zunächst an Land ziehen. Gegen Ende der nächsten Woche seien dann die Autopsie, wissenschaftliche Untersuchungen am Wal und die „Bearbeitung seines Körpers“ geplant. Voraussichtlich in der darauffolgenden Woche könne der Wal dann schließlich beseitigt werden, sagte Hansen vom Umweltministerium weiter.„Der Wal befindet sich in einem fortgeschrittenen Verwesungszustand, und es ist weiterhin wichtig, einen Sicherheitsabstand einzuhalten“, betonte sie. Die Sicherheitsabsperrungen am Strand von Anholt müssten daher unbedingt beachtet werden, „weil weiterhin die Gefahr einer Krankheitsübertragung bestehen kann“. Wal-Newsblog vom 28.5.2026 15:32 Uhr: Ministerium von Backhaus holt Tracker in Dänemark ab Es wird wahrscheinlich kein Vertreter des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern vor Ort sein, wenn der Kadaver von Buckelwal „Timmy“ am kommenden Wochenende am Strand von der Insel Anholt obduziert wird. Auf Anfrage des Tagesspiegels sagte ein Sprecher des Ministeriums, dass „die dänische Umweltbehörde keine Unterstützung angefragt“ habe, weshalb man bei der Zerlegung nicht „ungebeten“ dabei sei.Der Tracker wird aktuell aus Dänemark abgeholt.Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-VorpommernDes Weiteren habe die Schweriner Behörde unter der Leitung von Umweltminister Till Backhaus nicht um Proben des Kadavers zwecks Auswertung gebeten. Was man bei den dänischen Wissenschaftlern nach der Obduktion allerdings anfragen wolle, seien die „Erkenntnisse aus der Zerlegung des Kadavers“.Auch der GPS-Tracker, der kurz vor der Freilassung am Körper des noch lebenden Wals angebracht wurde, wurde bereits bei den dänischen Behörden angefragt. Der Sprecher bestätigte dem Tagesspiegel: „Der Tracker wird aktuell aus Dänemark abgeholt. Die Daten sollen anschließend ausgewertet werden, um zu erfahren, wie lange der Wal nach der Freilassung gelebt und wo er sich aufgehalten hat.“ Umweltminister Till Backhaus war maßgeblich in die ersten Rettungsmaßnahmen für Buckelwal „Timmy“ involviert. © dpa/Jens Büttner 14:30 Uhr: Zwei Wal-Retter vermessen „Timmys“ Kadaver trotz Explosionsgefahr Am Donnerstagnachmittag trafen offenbar zwei Wal-Retter von „Team Hope“ am Strand von Anholt ein, um den Kadaver des Tieres erneut im Wasser zu vermessen. In Livestream-Aufnahmen der Videonachrichtenagentur News5 war zu sehen, wie die beiden Männer in wasserdichten, sogenannten Wathosen mit Gerätschaften hantierten und sich mit Teleskopstangen und einem Band in Art einer Wäscheleine ausstatteten. Später waren beide Männer im Wal direkt neben dem Kadaver zu sehen, wie sie versuchten, den Körper mithilfe eines Stabs und der Leine zu vermessen. Aufgrund der extremen Wölbung des aufgedunsenen Wal-Kadavers konnte die Vermessung allerdings nur im Wasser neben dem Körper stattfinden. Die Leine wurde dann später am Strand mithilfe eines Zollstocks vermessen. Die Länge ergab demnach 13,5 Meter.Bereits am Vortag hatte es geheißen, dass die beiden Wal-Retter zwei vormalige Mitglieder der privaten Rettungsinitiative seien, allerdings nicht zu den Verantwortlichen gehören sollen. Wenig später berichtete die Geldgeberin der Privatinitiative, Karin Walter-Mommert, der Videonachrichtenagentur News5, dass die beiden Männer „nicht im Auftrag der Initiative“ gehandelt hätten. Stattdessen würden sie „das Dabeisein bei einer Obduktion“ gefährden, berichtete News5.Bereits am Mittwoch wollten sie neue Vermessungen an dem Tier vornehmen, weil es wohl vorherige „Ungereimtheiten“ bezüglich der konkreten Länge des Meeressäugers gegeben habe, hieß es gestern von einem „Bild“-Reporter vor Ort in Anholt.Das dänische Umweltministerium warnt bereits seit Tagen davor, dass man sich dem Kadaver nicht nähern soll, da aufgrund der im Körper entstehenden Verwesungsgase akute Explosionsgefahr sowie auch das Risiko von Krankheitsübertragungen bestehe. Ob die Vermessung mit den dänischen Behörden abgesprochen war, ist bislang nicht bekannt. 6:08 Uhr: Geldgeberin Walter-Mommert zieht Fazit zur Wal-Rettung Die Geldgeberin der privaten Rettungsinitiative, Karin Walter-Mommert, zieht ein Resümee zur Freilassung des Buckelwals „Timmy“ in der Nordsee. In einem am Dienstag geführten Interview mit der Videonachrichtenagentur News5 berichtete die Unterstützerin, dass man „wochenlang daran gearbeitet“ habe, dem notleidenden Tier „an richtiger Stelle zum richtigen Zeitpunkt in sein Habitat zurückzuverlegen“. Man sei aktuell „noch mit der Aufarbeitung der Dinge“ beschäftigt. Walter-Mommert sagte weiter: „Mein Fazit ist: Wir haben 99 Wände eingerissen für diesen Wal, um an der letzten Wand einen Widerstand zu finden, mit dem wir nicht gerechnet haben.“ Demnach habe sich die Initiative nach ihren Angaben stets an offizielle Auflagen gehalten und „alle Vorgaben erfüllt“. Auch die Rettungskonzepte seien nach neuen Anforderungen stetig angepasst und neu überprüft worden. Wir werden das herausbekommen – und wenn es das Letzte ist, was ich in diesem Leben tue.Karin Walter-MommertDie Pferdesport-Investorin schilderte sichtlich emotional die Ereignisse am Morgen des 2. Mai aus ihrer Sicht und wie sie den Tag der Freilassung des Buckelwals in der Nordsee bei Skagen nach eigenen Angaben erlebt hat. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben bislang nicht, da es keine veröffentlichten Videoaufnahmen der Freisetzung gibt. Mittlerweile wird die an der Rettungsaktion beteiligte Reederei von einer Anwaltskanzlei vertreten, die zwischenzeitlich viele der zuvor geäußerten Vorwürfe entschieden von sich gewiesen hat. Der tote Wal liegt aufgebläht vor der dänischen Insel Anholt. © dpa/MARCUS GOLEJEWSKI Walter-Mommert zufolge sei man am Morgen des 2. Mais „völlig ratlos“ gewesen, da man Ärzte der Rettungsinitiative nicht an Bord des Lastkahns gelassen habe. Der Anwaltskanzlei der Reederei zufolge habe allerdings eine tierärztliche Untersuchung an dem Tier stattgefunden. Die Freilassung an sich sei der Investorin zudem anders terminiert gewesen. Die Vorgehensweise habe das Rettungsteam „an diesem Tage dazu veranlasst, […] an die Reederei, an Herrn Babbel und an das Ministerium sofort zu erklären, dass wir mit dieser Rettungsaktion nichts zu tun haben.“ Man habe die Freilassung demnach „weder begleitet, noch angesetzt“ und sei überdies „nicht davon informiert worden“. Sie sagte außerdem: „Diesen einen Tag möchten wir alle gerne zurückhaben und sagen: Ihr habt hier nichts zu sagen.“ Wen konkret sie damit meinte, ließ Walter-Mommert offen.Herr Gunz und ich als Kunde haben bestellt, dass ein Wal an einem bestimmten Ort abgeliefert wird.Karin Walter-Mommert„Herr Gunz und ich als Kunde haben bestellt, dass ein Wal an einem bestimmten Ort abgeliefert wird – durch unser Rettungsteam“, betonte die Geldgeberin. Der eigentliche Plan habe vorgesehen, das Tier vor der norwegischen Stadt Stavanger freizulassen. Nun sei man dabei, die genauen Abläufe zu rekonstruieren und zu klären, warum die Freisetzung an diesem Ort und zu dieser Zeit stattgefunden habe. „Wir werden das herausbekommen – und wenn es das Letzte ist, was ich in diesem Leben tue.“ Sobald man die Aufarbeitung und Untersuchung der Vorgänge abgeschlossen habe, wolle man damit an die Öffentlichkeit gehen, betonte sie.Walter-Mommert erwähnt in diesem Zusammenhang außerdem bislang wohl noch unveröffentlichte kurze Videos, die der privaten Rettungsinitiative vorliegen. Darauf sei eine Person zu sehen, die sich dem Wal im Lastkahn kurz vor der Freilassung genähert habe. Vom Verhalten des Tieres her habe man erkennen können: „Das ist nicht gut“, sagte sie und ergänzte mit brüchiger Stimme: „Ich kann es [das Video – Anm. d. Red.] mir nicht zu Ende ansehen.“ Der Wal habe diese Person demnach nicht wie einen Menschen begrüßt, „den er positiv besetzt“, so Walter-Mommert. Um welche Person es sich konkret dabei gehandelt hat, ließ die Unternehmerin offen. Ob das Video tatsächlich existiert, ist unklar.Der GPS-Tracker, mit dem der Buckelwal noch vor seiner Freisetzung ausgestattet worden sein soll, soll nach Angaben Walter-Mommmerts immer noch „bei den Dänen“ sein. Das Gerät sei allerdings im Besitz des Rettungsteams. Deshalb hofft die Millionärin, dass man den Tracker „noch in die Hände“ bekomme, um die Daten auslesen zu können.Die Bilder des stark aufgeblähten Wal-Kadavers am Strand von Anholt würden die Unterstützerin stark belasten, berichtete Walter-Mommert außerdem. „Ich finde, jedes Tier hat ein würdiges Ende verdient“, sagte sie weiter. Entsprechend sei sie dazu bereit, den Wal aus Pietätsgründen in tieferes Wasser schleppen zu lassen, um das Tier dahin zu verbringen, „wo es hingehört“. Sollte eine Bergung des Buckelwals zwecks Obduktion von den dänischen Behörden nicht mehr durchgeführt werden, wolle man im Nachbarland um eine Erlaubnis für den Transport in tieferes Gewässer fragen. 14:20 Uhr: Wal-Kadaver auch am Mittwoch immer noch nicht geborgen Der vor der dänischen Ostseeinsel Anholt gestrandete Buckelwal sollte nach den jüngsten Angaben des dänischen Umweltministeriums eigentlich nach den Pfingstfeiertagen geborgen und mithilfe von Schiffen 50 Kilometer über die Ostsee in den Hafen von Grenaa gezogen werden. Hier soll der Kadaver von „Timmy“ den Angaben zufolge von dänischen Forschern obduziert werden. Doch am Dienstag, dem ersten Tag nach den Pfingstfeiertagen, lag der stark aufgeblähte Körper des Tieres immer noch am Strand von Anholt. Eine Anfrage des Tagesspiegels an das dänische Umweltministerium wurde dahingehend beantwortet, dass man am heutigen Mittwoch eine neue Stellungnahme herausgeben wolle. Bislang gibt es allerdings keine neuen Informationen zur weiteren geplanten Vorgehensweise hinsichtlich des Kadavers.Nun berichtete ein Reporter der Videonachrichtenagentur News5 unter Berufung auf Angaben von Anwohnern Anholts, dass auf der Insel unbestätigte Meldungen kursieren, die eine mögliche Ursache für die Verzögerung weiterer Bergungsversuche sein könnten. Demnach gäbe es das Gerücht, dass „der dänische König Frederik am Freitag in Grenaa ist“, berichtete der Reporter im laufenden Livestream und ergänzte: „Deswegen möchte man es wohl nicht so gerne, dass sich der Wal dann in Grenaa befindet.“ Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben bislang nicht. Im öffentlich zugänglichen Terminkalender des dänischen Königshauses werden normalerweise sämtliche öffentliche Termine von König Frederik X. und anderen royalen Familienmitgliedern aufgelistet. Am Freitag, den 29. Mai 2026, sind dort keine Termine vermerkt, bis auf einen geplanten Besuch der Prinzessin Benedikte bei den dänischen Dressurmeisterschaften in Randbøl. Anfragen des Tagesspiegels an das dänische Königshaus und das Umweltministerium blieben bislang unbeantwortet. 13:01 Uhr: Wal-Retter wollen „Timmy“ wohl nochmals vermessen Einem Reporter der „Bild“-Zeitung zufolge sollen zwei Wal-Retter von „Team Hope“ am Mittwochnachmittag am Strand von Anholt eingetroffen sein, um neue Vermessungen an dem Tier vorzunehmen. Wie der Reporter in einem gemeinsamen Livestream mit der Videonachrichtenagentur News5 berichtete, sei geplant, den Wal nochmals „der Länge nach zu vermessen“. Der Grund seien demnach vorherige „Ungereimtheiten“ bezüglich der konkreten Länge des Meeressäugers, da zuvor wohl andere Körpermaße gemessen wurden. In erster Linie seien die Wal-Retter allerdings vor Ort, um der geplanten Obduktion beizuwohnen oder diese „auf jeden Fall zu dokumentieren“, berichtete der „Bild“-Reporter weiter. Wer genau hinter „Team Hope“ steckt, ist bislang unklar. Nach Angaben des „Bild“-Reporters könnte es sich demnach um einige Mitglieder der privaten Rettungsinitiative handeln, welche die beispiellose Aktion samt Wal-Transport via Lastkahn in die Nordsee angestoßen und umgesetzt hatte. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zu einer neuen Vermessung nicht.(mit Agenturen)
Fahrzeug zieht „Timmy“ an Land: Dänischer Wal-Forscher erklärt Plan – und übt scharfe Kritik
Mittlerweile ist der Wal-Kadaver vor Dänemarks Küste so weit aufgebläht, dass Explosionsgefahr besteht. Die Vorbereitungen für die geplante Obduktion laufen. Die Entwicklungen im Newsblog.






