Vor einigen Jahren erzählte Kai Havertz, dass er sich als Teenager nach seinem Durchbruch bei den Profis von Bayer Leverkusen einen Luxusartikel gegönnt habe. Wie so viele Fußballer kaufte er sich einen Designerrucksa­ck: „Weiß mit Gold, sehr auffallend“, sagte Havertz damals der SZ. Rückblickend räumte er ein, er habe damals „vielleicht ein bisschen zu cool“ wirken wollen. Der gebürtige Aachener merkte jedoch schnell, dass demon­strat­iver Pomp nicht zu ihm passte: „Ich konnte mich damit selbst nicht ernst nehmen.“ Nach einem Gespräch mit den Eltern fühlte er sich in dieser Einschätzung bestätigt. Falls er sich verändert hätte, hätten sie ihn gemahnt: „Kai, das bist nicht du, hör auf damit!“ Bis heute dürfte deshalb das Einzige, was bei Havertz glitzert, seine Titelsammlung sein.