Iran gewinnt WM-Test gegen Gambia Die iranische Fußball-Nationalmannschaft hat trotz der schwierigen WM-Vorbereitung ein Testspiel gegen Gambia mit 3:1 (0:1) gewonnen. Die Iraner drehten im türkischen Antalya einen Halbzeitrückstand durch Tore von Aria Jussefi (46. Minute), Ramin Resai (58.) und Mehdi Taremi (67.). Die Afrikaner waren durch Omar Colley (42.) kurz vor der Pause in Führung gegangen. Zuletzt hatte die Verlegung des WM-Quartiers der iranischen Nationalmannschaft von den USA nach Mexiko für Wirbel gesorgt. Laut Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum wollten „die Vereinigten Staaten nicht, dass die iranische Nationalmannschaft in den USA übernachtet“. Nach einer Anfrage des Fußball-Weltverbandes FIFA erklärte sich Mexiko bereit, die Iraner unterzubringen. Der neue Standort wird die an der Grenze zu den USA gelegene mexikanische Stadt Tijuana sein. Ursprünglich sollte das Nationalteam Irans während der Endrunde in Tucson im US-Bundesstaat Arizona logieren.Mehdi Tadsch, Präsident des iranischen Fußballverbandes, hatte dagegen als offiziellen Grund für die Verlegung des Quartiers die Entfernung nach Los Angeles genannt, wo Iran seine ersten beiden Gruppenspiele gegen Neuseeland und Belgien bestreitet. Durch die Nähe des Quartiers zur US-amerikanischen Grenze benötige man für die Anreise nach Los Angeles nur eine knappe Stunde. Auch die Probleme im Zusammenhang mit Visa und der Einreise seien so weitestgehend geklärt, hatte der Verbandspräsident gesagt.Iran befindet sich seit Ende Februar in einem militärischen Konflikt mit den USA. Die Einreise der iranischen Nationalmannschaft in die Vereinigten Staaten hatte für Diskussionen gesorgt. Zuletzt hatten sich Vertreter des iranischen Fußballverbandes mit der FIFA in Istanbul getroffen, um über die WM-Teilnahme Irans zu sprechen. Cristiano Ronaldo steht vor seiner sechsten WM-Teilnahme mit Portugal, für Nationaltrainer Roberto Martinez ist eine siebte nicht ausgeschlossen. „Daran sollte niemand zweifeln. Er hat es sich verdient“, antwortete der Spanier in seiner Heimat im Interview beim Radiosender Cadena Ser auf die Frage, ob dies vorstellbar sei. Bei Beginn der Weltmeisterschaft 2030 wäre Ronaldo 45 Jahre alt.Portugal ist neben Spanien und Marokko sowie Uruguay, Argentinien und Paraguay, wo je ein Spiel stattfinden wird, Gastgeber der WM 2030. Bislang hat Ronaldo offen gelassen, ob es für ihn nach dem diesjährigen Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) weitergehen wird. Auch der argentinische Weltmeister Lionel Messi (38) ist im Sommer zum sechsten Mal dabei. Martinez hob im Interview die besonderen Qualitäten Ronaldos hervor. Der Altstar vom saudi-arabischen Meister Al Nassr definiere sich „über seinen unbändigen Ehrgeiz. Was auch immer Cristiano gewinnt, am nächsten Tag ist sein Hunger nach Verbesserung ungebrochen“, sagte der Nationaltrainer: „Ich habe mit vielen Spielern gearbeitet, die die Champions League oder den Ballon d'Or gewonnen und am nächsten Tag ihren Ehrgeiz verloren haben. Ronaldo verkörpert eine ganz andere Mentalität.“ (sid)Der aktuell leicht angeschlagene Lionel Messi führt wie erwartet Titelverteidiger Argentinien als Kapitän bei der Weltmeisterschafts-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko an. Der Fußball-Superstar hatte seine sechste WM-Teilnahme lange offen gelassen. Wenige Tage nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung im letzten Spiel von Inter Miami vor der WM gab Nationaltrainer Lionel Scaloni nun den argentinischen Kader bekannt - mit Messi. „Unsere 26 Krieger, die den Weltmeistertitel verteidigen werden“, schrieb der Verband bei der Verkündung des Kaders in sozialen Medien.Vom Weltmeister-Team 2022 ist neben dem bald 39 Jahre alten Messi unter anderem auch Torwart Emiliano Martínez dabei, der sich im Europa-League-Finale von Aston Villa gegen den SC Freiburg beim Aufwärmen einen Finger gebrochen hatte. Medien in Argentinien gehen davon aus, dass er bei den Testspielen gegen Honduras und Island nicht zum Einsatz kommen wird. Bei Messi wird wegen einer Überlastung mit einer Pause von rund zehn Tagen gerechnet. Sein linker Oberschenkel hatte leichte Probleme bereitet.In der Gruppe J geht es für Argentinien am 17. Juni gegen Algerien los, Österreich mit dem deutschen Trainer Ralf Rangnick und Jordanien sind die weiteren Gegner. Ihr WM-Camp beziehen die Argentinier in Kansas City.Messi und seine erneut vor allem in der Offensive hochkarätigen Auswahlkollegen treten bei der kommenden WM als Titelverteidiger an. Ende 2022 hatte sich Argentinien in Katar im Finale gegen Frankreich im Elfmeterschießen durchgesetzt.Für den 38-Jährigen, der schon 2006 bei der WM in Deutschland dabei gewesen war, wurde es im fünften Anlauf die große Krönung seiner ruhmreichen Karriere. Für Argentinien war es nach 1978 im eigenen Land und 1986 angeführt von Diego Maradona im jetzigen Mitgastgeberland Mexiko der dritte WM-Gewinn. (dpa)Die iranische Nationalmannschaft muss zwei Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft offenbar weiter auf Visa für die USA warten. Dies erklärte Botschafter Abolfazl Pasandideh bei einem Besuch der mexikanischen Grenzstadt Tijuana, wo die Iraner ihr Base Camp aufschlagen. „Das Land im Norden“, womit er offensichtlich die USA meinte, sei seiner Verantwortung als Gastgeber der iranischen Mannschaft nicht nachgekommen. „Wir wissen nicht, ob sie den Spielern ihre Visa erteilen werden oder nicht“, betonte Pasandideh: „Wir nehmen nicht zu gleichen Bedingungen an der Weltmeisterschaft teil. Wir konnten unsere Mannschaft nicht so trainieren, wie es sein sollte." Sein WM-Quartier hatte das Team Melli zu Wochenbeginn ins mexikanische Tijuana verlegt. Dort besuchten laut der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch iranische Diplomaten das Stadion, in dem die Mannschaft trainieren wird.Ursprünglich war geplant, dass sie in Tucson im US-Bundesstaat Arizona stationiert sein sollte. Seine Vorrundenspiele muss der Iran allesamt in den USA bestreiten. Sowohl gegen Neuseeland (16. Juni) als auch gegen Belgien (21. Juni) spielt das Team Melli in Los Angeles, ehe es zum Vorrundenabschluss in Seattle gegen Ägypten (27.6.) geht. Der Chef des iranischen Fußballverbandes, Mehdi Taj, hatte zuletzt die Hoffnung geäußert, dass den Spielern Mehrfachvisa gewährt werden. (sid)Der Wirbel um die Preiskategorien bei den Tickets für die Fußball-Weltmeisterschaft geht weiter. Nun kündigen auch die Generalstaatsanwältinnen von New Jersey und New York, Jennifer Davenport und Letitia James, eine Untersuchung wegen Berichten über möglicherweise irreführende Ticketvergabepraktiken der FIFA an. Die Generalstaatsanwältinnen haben eine Anfrage an den Weltverband geschickt, um Informationen über deren Vergabepraxis zu erhalten. In New Jersey findet unter anderem das WM-Finale am 19. Juli statt.„Ehrlichkeit beim Ticketverkauf ist nicht kompliziert. Doch die FIFA hat den Ticketkauf für die Weltmeisterschaft zu einem wahren Labyrinth aus Verwirrung, künstlicher Verknappung und horrenden Preisen gemacht - und das alles auf Kosten der Verbraucher und der hart arbeitenden Bürger New Jerseys“, sagte Generalstaatsanwalt Davenport in einer Mitteilung. „Wir werden das Vorgehen der FIFA gründlich untersuchen und stehen gemeinsam mit Generalstaatsanwältin James für den Schutz unserer Verbraucher ein. Es ist uns eine Ehre, die Weltmeisterschaft auszurichten, aber dieses Ereignis ist keine Einladung, unsere Einwohner und Besucher auszubeuten“, sagte Davenport weiter. Die Generalstaatsanwältinnen wollen auch die Ticketpreise der FIFA für die WM-Spiele untersuchen, die die Preise aller vorherigen Weltmeisterschaften deutlich überstiegen haben.Zuvor hatte bereits Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta ein Schreiben an den Weltverband geschickt, um mögliche Verstöße gegen kalifornisches Verbraucherschutzrecht zu prüfen. Die FIFA hatte im April nach einem Bericht der „New York Times“ erklärt, die dargestellten Kategorienpläne seien lediglich eine Orientierungshilfe für Fans gewesen, wo sich ihre Plätze im Stadion befinden könnten. Auch unabhängig von dem Wirbel um die verschiedenen Preiskategorien steht die FIFA wegen der hohen Ticketpreise seit längerem in der Kritik. Die dynamische Preisgestaltung, bei der die Kosten je nach Nachfrage steigen oder fallen, steht dabei im Mittelpunkt des Ärgers. DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat für die Nationalmannschaft eine klare Lehre aus den politischen Debatten bei der vergangenen WM in Qatar gezogen. Der Fokus beim am 11. Juni beginnenden Turnier in Kanada, Mexiko und den USA soll alleine auf den Fußball und den sportlichen Erfolg gerichtet werden.„Das wird es nicht mehr geben, dass unmittelbar vor einem Spiel irgendwelche Aktionen oder Interviews gestartet werden“, sagte der 66-Jährige rückblickend auf die Debatten um die Kapitänsbinde vor dem mit 1:2 verlorenen ersten WM-Gruppenspiel vor vier Jahren gegen Japan. Am Ende stand das Vorrunden-Aus. Vor dem Anpfiff des Japan-Spiels hatten sich die deutschen Spieler beim Teamfoto demonstrativ die Hand vor den Mund gehalten. Sie protestierten so gegen die Politik im Gastgeberland. Ursprünglich wollte die DFB-Elf mit einer Regenbogen-Binde am Arm ihres damaligen Kapitäns Manuel Neuer auflaufen. Das war vom Weltverband FIFA untersagt worden.Man tue gut daran, Politik und Fußball „ein bisschen zu trennen“, sagte Völler bei der Auftakt-Pressekonferenz zum Start der direkten Turnier-Vorbereitung des deutschen WM-Kaders in Herzogenaurach. Es werde freilich im DFB-Team „keine Maulkörbe geben“, versicherte der ehemalige Teamchef. Man sei auch nicht unpolitisch. „Es gibt viele Dinge in der Welt, die uns allen nicht gefallen. Ich hätte auch lieber mehr Frieden überall“, sagte Völler. Aber das könne der Fußball nicht lösen. „Wir sind da, um eine Weltmeisterschaft zu spielen. Das geht vor. Wir sind Fußballer“, äußerte der Sportdirektor.Völler äußerte sich angesichts der politischen Weltlage und Entwicklungen in den USA unter Präsident Donald Trump auch zu einigen Boykott-Forderungen, die es im Vorfeld der WM gegeben hatte, ablehnend. „Ich war schon als junger Spieler gegen einen Boykott“, sagte er mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele 1980 in Moskau, die von zahlreichen westlichen Nationen inklusive der Bundesrepublik boykottiert worden waren. „Ich fand das damals schon falsch. Und gebracht hat es gar nichts“, äußerte Völler. (dpa)DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat mit Blick auf die verkorkste WM 1994 noch einmal eindringlich daran erinnert, wie wichtig für einen WM-Erfolg der Zusammenhalt sein wird. „Es hat sich ja in vielen Jahrzehnten doch einiges geändert im Fußball, aber was sich nicht geändert hat, dass es innerbetrieblich funktionieren muss. Es ist das Wichtigste, dass wir bei allen fußballerischen Qualitäten auch einen gewissen Teamspirit erreichen. Das wird fundamental sein“, sagte Völler.Beim damaligen Turnier in den USA war das favorisierte DFB-Team als Weltmeister im Viertelfinale überraschend an Bulgarien (1:2) gescheitert. „Wir waren eigentlich besser sogar als 1990. Aber es hat in der Mannschaft nicht gestimmt. Es gab Ungereimtheiten“, mahnte der damalige Torjäger die heutige Generation um Kapitän Joshua Kimmich. Er sei aber überzeugt, so Völler, dass Julian Nagelsmann das „wunderbar hinbekommen wird“. Der Bundestrainer habe schon bei der Begrüßung der Spieler im Trainingslager „alle mitgenommen“ und ein „positives Gefühl“ erzeugt.Auch Nagelsmann appellierte an den Teamgeist. Er habe seinen Stars auf den Weg ins Turnier mitgegeben, „dass wir jetzt für die nächsten Wochen wie eine Familie sind – und das ist das Entscheidende, einen guten Teamspirit zu erzeugen. Dafür sind alle verantwortlich.“ Um das Miteinander noch zu verstärken, sind am Freitag auch die Familien der Spieler in Herzogenaurach eingeladen, verriet Völler. (sid)Die Niederlande können bei der WM doch auf Routinier Memphis Depay zurückgreifen. Der lange verletzte Stürmer vom brasilianischen Topklub Corinthians São Paulo ist rechtzeitig fit und steht im 26 Spieler umfassenden Kader von Bondscoach Ronald Koeman. Aus der Bundesliga ist lediglich Torwart Mark Flekken von Bayer Leverkusen dabei.Koeman muss bei der Weltmeisterschaft auf zahlreiche verletzte Spieler verzichten. Unter anderem stehen die beiden ehemaligen Bundesliga-Profis Xavi Simons und Matthijs de Ligt nicht zur Verfügung. Die Niederlande treffen in der Vorrunde auf Japan, Schweden und Tunesien. Ihr Quartier wird das Oranje-Team in Kansas City beziehen. (dpa)Zum Start der WM-Mission sprechen Bundestrainer Julian Nagelsmann (Mitte) und Sportdirektor Rudi Völler über die Pläne für die Vorbereitung und das Turnier, das für die deutsche Nationalmannschaft am 14. Juni beginnt. "Mit Manu sind wir besser als ohne Manu", sagt Nagelsmann zwar am Mittwochmittag. Am Sonntag im Testspiel gegen Finnland jedoch wird Rückkehrer Manuel Neuer noch nicht im Tor stehen. „Wir haben im Trainerteam entschieden, dass er am Sonntag nicht spielen wird“, sagte Nagelsmann. Man wolle noch etwas „Ruhe dran lassen“. Neuer sei mit der Entscheidung des Trainerteams „d'accord“ gewesen. Ein unnötiges Spiel mache in seinen Augen keinen Sinn, sagte Nagelsmann. "Wir müssen uns keine Sorgen machen. Am Ende treffe ich die Entscheidung mit dem Arzt", sagte Nagelsmann. "Wenn du eine Verhärtung hast, besteht immer ein wenig Risiko." Vor dem USA-Spiel werde die gesundheitliche Lage bei Neuer wieder bewertet. "Nächste Woche gibt es ein neues Update."Der zur Nummer zwei degradierte Oliver Baumann wird beim Spiel in Mainz gegen die nicht für die WM qualifizierten Finnen in der Startelf sein. „Da wird Olli spielen. Er wird es gut machen, er wird ein gutes Spiel machen“, sagte Nagelsmann. Neuer litt zuletzt an einer Wadenverletzung und fehlte auch beim DFB-Pokalfinalsieg des FC Bayern am Samstag in Berlin.Jürgen Klinsmann wird während der bevorstehenden WM-Endrunde Botschafter für das „German House of Soccer“ (GHOS) des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Neben Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger begleitet der ehemalige Bundestrainer und Weltmeister von 1990 das Projekt in New York.Laut DFB soll das GHOS vom 11. Juni bis 11. Juli im Chelsea Industrial in Manhattan „auf mehr als 2000 Quadratmetern deutsche Fußballkultur erlebbar machen – mit Public Viewing, Bühnenprogramm, Fan-Aktionen, Ausstellungen sowie Networking- und Businessformaten“. Die Endrunde findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada statt.„Jürgen Klinsmann steht wie kaum ein anderer für die internationale Strahlkraft des deutschen Fußballs und insbesondere auch für die besondere Verbindung zwischen Deutschland und den USA“, sagte DFB-Generalsekretär Holger Blask über den Europameister von 1996, der seit fast 30 Jahren in den USA lebt: „Mit seiner Erfahrung, seiner Bekanntheit und seiner Begeisterung für den Fußball ist er ein idealer Botschafter für das German House of Soccer.“Bereits zuvor hatte der DFB Berger als Botschafterin vorgestellt. Die 35-Jährige lebt in New York und spielt dort für ihren Klub Gotham FC. (sid)Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet ihre beiden finalen Länderspiele vor Beginn der Weltmeisterschaft vor vollen Rängen. Nach dem schon seit Wochen ausverkauften letzten Heimspiel an diesem Sonntag (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu DFB-Länderspielen und im ZDF) in Mainz gegen Finnland meldete nun auch Chicago, dass es für die Generalprobe am 6. Juni (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu DFB-Länderspielen und bei RTL) im Soldier Field gegen Ko-WM-Gastgeber USA keine Karten mehr gibt.Die DFB-Auswahl versammelte sich am Mittwoch zum Start der Vorbereitung in vertrauter Umgebung im Teamquartier in Herzogenaurach. Nach dem Spiel in Mainz steht am 1. Juni noch ein Abschiedsevent am Frankfurter DFB-Campus an, tags darauf geht es von dort nach Chicago. Nach dem letzten Test gegen die USA bezieht der Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann sein Base Camp für die Endrunde (11. Juni bis 19. Juli) in Winston-Salem im US-Bundesstaat North Carolina. (dpa)Julian Nagelsmann startet mit 26 Spielern in die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft. Der Bundestrainer konnte heute alle verfügbaren Profis seines Kaders um Rückkehrer Manuel Neuer und Kapitän Joshua Kimmich zum Auftakt des ersten Trainingslagers in Herzogenaurach begrüßen. Bei ihrer Ankunft in schwarzen Kleinbussen wurden die Nationalspieler von rund zwei Dutzend Fans empfangen.Lediglich Kai Havertz fehlte in Franken. Der Offensivspieler des FC Arsenal bereitet sich mit seinem Klub auf das Finale der Champions League am Samstag (18.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League, im ZDF und bei DAZN) in Budapest gegen Paris Saint-Germain vor. Der 26-Jährige wird am Dienstag direkt nach Chicago fliegen und dort zur DFB-Elf stoßen.Vor der Reise in die USA will Nagelsmann bis zum Samstag im wohl vertrauten Home Ground in Franken die ersten Grundlagen für ein erfolgreiches Abschneiden beim XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko legen. Gleich nach der Ankunft der Spieler, zu denen auch Backup-Torwart Jonas Urbig vom FC Bayern als inoffizielles Kadermitglied gehört, war ein Teammeeting angesetzt. Um 14.30 Uhr stellen Nagelsmann und DFB-Sportdirektor Rudi Völler ihre WM-Pläne bei einer Pressekonferenz vor. Zudem stehen für die Spieler noch Termine mit Marketingpartnern auf dem Programm. Die erste Trainingseinheit auf dem Platz ist für Donnerstag um 11.00 Uhr angesetzt. (dpa)US-Nationaltrainer Mauricio Pochettino hat Giovanni Reyna von Borussia Mönchengladbach in den 26-köpfigen Kader für die Heim-WM berufen. Vier Jahre nach den Turbulenzen um den Offensivspieler bei der Endrunde in Qatar gehört der 23-Jährige wieder zum Aufgebot, wie der Ko-Gastgeber am Dienstag bekannt gab. Dazu sind mit seinem Klubkollegen Joe Scally und Malik Tillman (Bayer Leverkusen) zwei weitere Bundesliga-Profis dabei.Im Mittelfeld ruhen die Hoffnungen auf dem früheren Schalker Weston McKennie, vorne soll der ehemalige Dortmunder Christian Pulisic wirbeln. Mit Haji Wright und Ricardo Pepi stehen noch zwei weitere frühere Bundesliga-Profis im Kader. Die USA starten in der Gruppe D am 12. Juni in Los Angeles gegen Paraguay ins Turnier, es folgen die Duelle mit Australien (15. Juni) und der Türkei (25. Juni/Ortszeit). Zuvor testen die US-Boys am 31. Mai gegen den Senegal und am 6. Juni in Chicago gegen Deutschland.Überschattet wurde Reynas WM-Premiere 2022 von einem internen Konflikt. Nach dem Turnier war bekannt geworden, dass der damalige Trainer Gregg Berhalter den Spieler wegen seines Verhaltens im Training beinahe aus dem Team ausgeschlossen hätte. In der Folge meldete Reynas Mutter dem Verband einen Vorfall aus dem Jahr 1991, bei dem Berhalter in eine körperliche Auseinandersetzung mit seiner damaligen Freundin verwickelt gewesen sein soll. US Soccer leitete daraufhin eine Untersuchung ein.Reyna kam zuletzt in den März-Testspielen gegen Belgien und Portugal jeweils als Einwechselspieler zum Einsatz. Auch auf Klubebene war er zuletzt nur Ergänzungsspieler; seit Jahresbeginn spielte er bei Gladbach in acht Jokereinsätzen lediglich 137 Minuten. (dpa)Der frühere Nationalspieler Matthias Sammer hat vor Beginn der Weltmeisterschaft die mangelnde Identität im deutschen Fußball angemahnt. „Zu unseren Stärken haben immer Kampfgeist und Wille gezählt. Das hat alle großen Mannschaften ausgemacht“, sagte der 58-Jährige dem Magazin „Stern“ im Interview. „Und jetzt schämen wir uns fast für diese Tugenden.“Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) benötige ein klares Spielkonzept, das für die Nationalmannschaft und für alle Nachwuchsteams gelte, führte der Europameister von 1996 aus. Grundsätzlich werde im deutschen Fußball zu viel über Haltungsnoten gesprochen: „Wir reden zu viel über die Schönheit des Spiels, über Ballbesitz – und zu wenig darüber, wie man es gewinnt.“Mit Blick auf das Personal wünscht sich der sportliche Berater von Borussia Dortmund einen größeren Einfluss von ehemaligen Profifußballern. Sammer wünscht sich, dass sich die Weltmeistermannschaft von 2014 stärker in den deutschen Profifußball einbringt. „Wir brauchen mehr Jungs, die auf höchstem Niveau gespielt haben und auch die Verantwortung im Fußball von heute mit übernehmen.“Die geringe Anzahl an früheren Spitzenspielern in der Bundesliga betrachtet er mit großer Sorge. In entscheidenden Positionen seien zu viele Leute am Werk, die „nicht wissen, wie es in einer Kabine zugeht“. (dpa)Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog zur Fußball-WM 2026: Iran gewinnt Testspiel trotz schwieriger WM-Vorbereitung | FAZ
Irans Spieler noch immer ohne Visa für USA +++ Argentinien mit „26 Kriegern“ zur WM +++ Generalstaatsanwältinnen kündigen Untersuchungen gegen FIFA an +++ alle Fußball-WM-2026-News im Liveblog.














