Ungeachtet der Rezession plant das inhabergeführte Industrieunternehmen Orafol, das als Weltmarktführer bei selbstklebenden Spezialfolien gilt, seinen Stammsitz in Oranienburg massiv auszubauen. Bis 2030 sollen 235 Millionen Euro in den Standort fließen. Unter anderem sollen zwei Werkshallen entstehen, der Logistikbereich soll erheblich ausgebaut werden. Es dürften zahlreiche gut dotierte Industriejobs entstehen.

Am Freitag feierte das brandenburgische Unternehmen die Grundsteinlegung für das erste Vorhaben. Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll mit „Halle 14“ eine hochmoderne Fertigungshalle entstehen. Damit wolle man den Standort Oranienburg als globales Technologiezentrum des Unternehmens gezielt stärken, hieß es vorab. Es sollen weltweit einzigartige Produktionstechnologien aus eigener Entwicklung zum Einsatz kommen. Geplant wurde die Werkshalle vom renommierten Planungsbüro gmp Architekten.

Neben Firmengründer Dr. Holger Loclair nahmen auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Wirtschaftsministerin Martina Klement (parteilos) an der Zeremonie teil. Woidke sprach von einem „Meilenstein für zukunftsorientiertes, nachhaltiges Wachstum“. Gleichzeitig betonte der Ministerpräsident: „Als einer der wichtigsten Arbeitgeber übernimmt Orafol zudem gesellschaftliche Verantwortung in unserer Region.“