Ein weiterer Schritt in Richtung Kapitalmarktunion: Die Finanzminister der sechs größten Volkswirtschaften der EU sind sich einig, dass die Finanzmarktaufsicht zentraler organisiert werden soll – auch der Kryptohandel steht im Fokus.

29.05.2026, 18.35 Uhr

Minister unter sich: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (l.) traf sich mit seinen Amtskollegen aus Frankreich, Italien, den Niederlanden, Polen und Spanien

Die sechs größten Volkswirtschaften der ​Europäischen Union haben sich auf einen gemeinsamen Weg verständigt, um die zersplitterten Finanzmärkte stärker zu vereinheitlichen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (48) sagte am Freitag, die angestrebte Kapitalmarktunion wäre ‌ein „Gamechanger“, um für mehr Investitionen in Europa zu sorgen. „Dass die sechs größten Volkswirtschaften der EU bereit sind, nationale Egoismen hinter sich zu lassen und zusammen voranzugehen, ist ein wichtiges Signal für die gesamte Europäische Union. Mit diesem Impuls wollen wir die weiteren Beratungen vorantreiben“, so der SPD-Co-Chef.

In einer gemeinsamen Erklärung der Finanzminister von Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen und den Niederlanden heißt es, stärker integrierte Kapitalmärkte seien entscheidend, um das Wachstumspotenzial ​Europas auszuschöpfen. Es sei auch ein Beleg für Handlungsfähigkeit in einem zunehmend schwierigen globalen Umfeld.