Klapperndes Geschirr, leises Stimmengewirr und der Duft von gegrillten Fleischspießen: Wenn man an einem Montag Mitte Mai gegen 18 Uhr das israelische Restaurant Eclipse in der Heßstraße betritt, deutet auf den ersten Blick nichts darauf hin, dass hier in der Nacht vom 10. April zwei Sprengsätze an den Scheiben des Lokals angebracht wurden. Die kaputten Scheiben, die zunächst notdürftig abgeklebt worden waren, sind längst ausgetauscht. An den Tischen sitzen ausgelassene Gäste, die ihr Pitabrot in den Hummus vor sich tunken, in regelmäßigen Abständen kommen Essenslieferanten herein, um ihre Bestellungen einzusammeln. Man könnte meinen, nichts Erschütterndes wäre passiert. Wäre da nicht direkt neben der Eingangstür ein laminierter Zettel: „Zeugenaufruf nach Sprengstoffexplosionen“. Die Generalstaatsanwaltschaft nimmt an, dass der Anschlag antisemitisch motiviert gewesen ist.
Eclipse in München: Dem Anschlag mit Trotz und Hummus begegnen
Im April sprengten Unbekannte die Scheiben des Restaurants Eclipse. Was macht so ein Angriff mit israelischen Gastronomen? Einblicke in eine aufgewühlte Szene.








