Mit kräftigen Schwimmzügen, teilweise im Kraulstil, pflügt eine Frau im roten Top durchs türkisfarbene Wasser – allerdings nicht etwa in einem Schwimmbecken, sondern im berühmten Trevibrunnen in Rom. Videos der Szene gehen seit Kurzem viral.Sie zeigen, wie die Frau über mehrere Meter durch das Becken schwimmt, dabei untertaucht, sich auf den Rücken dreht und schließlich zum Rand des Brunnens zurückkehrt. Womöglich hat sie das aggressive Rufen einer Ordnungskraft aufgeschreckt: »Fuori, move«, schreit der Mann auf Italienisch und Englisch: »Raus da!« Dabei zeigt er mit dem Finger auf den Asphalt vor der Fontana di Trevi.

Die Frau steigt schließlich triefend nass aus dem Becken, wo ihr Begleiter auf sie wartet. Er hat ein Handy in der Hand und die Badeeinlage seiner Begleiterin offenbar gefilmt. Beschwichtigend hebt er einen Arm in Richtung des Sicherheitsmanns, der dem Paar wütend bedeutet, die Örtlichkeit zu verlassen und einem seiner Kollegen zu folgen. Da merkt der Handyfilmer offenbar, dass die Lage ernst ist: Er faltet die Hände wie zum Gebet und hebt sie entschuldigend.

Baden im Trevibrunnen ist verbotenIn der Tat hat die Frau hier gleich mehrere Grenzen überschritten: die des Anstands und die zur Strafbarkeit. Baden im Trevibrunnen ist nämlich strengstens untersagt. Wie mehrere Medien berichten, erwartet die Schwimmerin nun wohl eine saftige Strafe.Ein neuseeländischer Tourist, der vor einigen Wochen ebenfalls zu Badezwecken in den Brunnen gesprungen war, wurde mit einer Geldstrafe von 500 Euro belegt. Laut der Tageszeitung »Corriere della Sera« darf er sich zudem lebenslang nicht mehr der Fontana nähern.