„Ich war kurz erschrocken“, sagt Evelyn aus Irland, als ihr die Bombendrohung am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) zu Ohren kommt. Kurz danach sagt sie auf Englisch: „Life goes on“ - das Leben geht weiter. Und wofür? Klar, für das mit Spannung erwartete Metallica-Konzert Samstag Abend in Berlin. Dafür habe sich die Anreise jetzt schon gelohnt und es sei ja gut ausgegangen – oder wie die Band selbst singen würde: Nothing else matters.

Überhaupt sieht der Flughafen aus, wie Flughäfen am Freitagvormittag aussehen, wenn sie funktionieren: Menschen trinken Kaffee, Reisende ziehen Koffer durch die Halle. Nur wer genauer hinsieht, bemerkt die unruhige Nacht, die sich zuvor hier abgespielt hat.

Evelyn und Ryan aus Irland kamen für Metallica nach Berlin. Die Bombendrohung am BER hatte sie zunächst nicht erreicht – „Life is going on“, sagt Evelyn.

© André Beinke/Berliner Zeitung

Nach Angaben der Polizei ging der Drohanruf beim Flughafen am Donnerstagabend gegen 21.15 Uhr ein. Der unbekannte Täter habe dann telefonisch angedroht, einen Sprengstoff zu zünden, den er zuvor auf Terminal 2 versteckt habe. Daraufhin räumten Polizei, Feuerwehr und Sicherheitskräfte den öffentlich zugänglichen Bereich vor den Sicherheitskontrollen. Auch die Auffahrt zum Terminal wurde gesperrt.