Nach einem tödlichen Feuer an einem Mädcheninternat in der kenianischen Stadt Gilgil hat die Polizei acht Schülerinnen wegen des Verdachts auf Brandstiftung festgenommen. Das teilten die Behörden mit.Bei dem Brand am Donnerstagmorgen wurde ein Schlafsaalgebäude der Utumishi Girls Academy zerstört, 16 Menschen kamen ums Leben, 79 weitere wurden verletzt. Den Verdächtigen werde vorgeworfen, einen Brandanschlag geplant und ausgeführt zu haben, teilte die zuständige Einheit der Polizei mit. Sie befinden sich demnach in Polizeigewahrsam. Das Motiv der Tat müsse noch ermittelt werden.

Bildungsminister Julius Ogamba sagte auf einer Pressekonferenz, die vorläufigen Ermittlungen hätten ergeben, dass zwei Lehrkräfte über die mutmaßlichen Pläne der Schüler informiert worden seien, jedoch nichts unternommen hätten, um diese zu verhindern. Die Schule habe zudem die Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten, sagte er und verwies auf überbelegte Schlafsäle und einen Notausgang, der während des Brandes verschlossen war. Der Schulverwaltungsrat sei daher aufgelöst worden, außerdem würden rechtliche und disziplinarische Maßnahmen gegen alle Mitarbeitenden ergriffen werden, die ihre Pflichten verletzt hätten.