In Magdeburg ist es am Freitag, den 29. Mai, laut am Himmel. Doch die Düsenjets, die bei manchen für Aufregung sorgen, gehören zu einer spektakulären Flugshow im Rahmen der Air Magdeburg und nicht zu einer militärischen Übung. Ein besonderer Gast ist am Himmel zu sehen: Ein Eurofighter der Luftwaffe wird mit einem sogenannten „Flying Display“ für ein rund sechsminütiges Flugprogramm erwartet. Gegen 12 Uhr tauchte der Kampfjet über dem Gelände auf und vollführte mehrere spektakuläre Überflüge.
Der Eurofighter gilt als eines der modernsten Kampfflugzeuge Europas. Er ist rund 16 Meter lang, hat eine Spannweite von etwa elf Metern und erreicht mit seinen zwei EJ200-Triebwerken Geschwindigkeiten von bis zu Mach 2 – also rund 2.500 km/h. Durch seine Deltaflügel-Konstruktion ist er extrem wendig und kann unter anderem Steigflüge, enge Kurven und schnelle Richtungswechsel fliegen. Eingesetzt wird er von der Luftwaffe sowohl zur Luftraumüberwachung als auch in militärischen Einsatzszenarien.
Bei der Flugshow in Magdeburg wird jedoch kein Einsatzflug gezeigt, sondern ein speziell vorbereitetes Demonstrationsprogramm. Dazu gehören langsame Überflüge mit hohem Anstellwinkel ebenso wie schnelle Passagen mit bis zu 850 Stundenkilometer. Geflogen wird das Display von einem erfahrenen Piloten des Luftwaffengeschwaders in Nörvenich. Eine Landung in der Landeshauptstadt ist nicht möglich: Die rund 1.000 Meter lange Start- und Landebahn ist für den Eurofighter zu kurz. Stattdessen wird der Jet vor der Vorführung in der Luft betankt, um den Flug sicher durchführen zu können.










