Der US-Nachrichtensender CNN verklagt das auf KI spezialisierte Suchmaschinenunternehmen Perplexity. Das geht aus einer Klageschrift (Az. 1:26-cv-04427) hervor, die der Sender am Donnerstag bei einem Bundesgericht in New York eingereicht hat. CNN wirft dem Tech-Unternehmen vor, mehr als 17.000 Artikel, Videos und Bilder unerlaubt abgegriffen und für eigene Chatbot-Antworten aufbereitet zu haben.
Die KI-Suchmaschine präsentiere den Nutzern dabei oft „identische oder im Wesentlichen ähnliche“ Inhalte direkt in den Suchergebnissen, anstatt auf die Originalquelle zu verweisen. Erschwerend komme hinzu, dass Perplexity dabei technische Schutzmaßnahmen gegen Webcrawler umgangen oder ignoriert haben soll.
Ein CNN-Sprecher erklärte in einer Mitteilung des Senders, Perplexity dürfe nicht von den Unternehmen stehlen, die die Originalinhalte erschaffen: „Die Öffentlichkeit verlässt sich auf qualitativ hochwertigen von Menschen gemachten Nachrichtenjournalismus, [...] der oft gefährlich und teuer zu produzieren ist.“ Jesse Dwyer, Kommunikationschef von Perplexity, wies die Vorwürfe mit dem Hinweis zurück, man könne Fakten nicht urheberrechtlich schützen.
Gescheiterte Verhandlungen
Laut der Klageschrift scheiterten im vergangenen Jahr Verhandlungen über eine Lizenzvereinbarung zwischen beiden Parteien. Perplexity wusste demnach, dass es nicht auf die Inhalte des Senders zugreifen dürfe. Mit einigen anderen Nachrichtenanbietern hat das Unternehmen hingegen bereits erfolgreich Vereinbarungen geschlossen, darunter das Magazin TIME, die Zeitung Le Monde oder Der Spiegel.










