Amazon hatte im April angekündigt, den Satellitenkommunikationsanbieter Globalstar zu schlucken, um sein Leo-Satellitennetzwerk in der erdnahen Umlaufbahn um Direct-to-Device-Dienste (D2D) zu erweitern und die Mobilfunkabdeckung auf Kunden auszuweiten, die sich außerhalb der Reichweite terrestrischer Netze befinden. Dabei deutete sich damals an, dass Apple seine Anteile an Globalstar zunächst behalten würde. Nun steht fest: Die 20 Prozent, die der iPhone-Bauer hielt, gehen auch an Amazon.

Globalstar geht komplett an Amazon

Wie PCMag zuerst entdeckte, hat Amazon bei der US-Behörde Federal Communications Commission (FCC) einen „Antrag auf Zustimmung zur Abtretung und Übertragung der Kontrolle über Lizenzen und Genehmigungen“ eingereicht. In diesem heißt es, dass das Unternehmen im Zuge der Übernahme von Globalstar auch Apples Anteile an dem Unternehmen übernehmen wird.

Apple hält seit Oktober 2024 Anteile an Globalstar. Damals investierte der iPhone-Hersteller 1,5 Milliarden US-Dollar in den Satellitennetzbetreiber. Für 400 Millionen US-Dollar erstand Apple 20 Prozent Anteile an Globalstar. 1,1 Milliarden US-Dollar zahlte Apple zudem als Vorauszahlung für „ein neues Netz für mobile Satellitendienste, einschließlich einer neuen Satellitenkonstellation mitsamt erweiterter Bodeninfrastruktur und MSS-Lizenzierung“. Ferner hat sich Apple 85 Prozent der Satellitenkapazitäten für den eigenen Bedarf gesichert. Mit dem Netz von Globalstar betreibt Apple etwa die Funktion „Emergency SOS via Satellite“, die mit dem iPhone 14 eingeführt wurde und auch auf der Apple Watch Ultra läuft. Es wird damit gerechnet, dass der Satellitenfunk mit iOS 27 ausgebaut werden könnte, etwa um Chatfunktionen mit Bildern.