PfadnavigationHomeRegionalesHamburgLuftfahrtindustrieSebastian Peters führt künftig den zivilen Flugzeugbau bei Airbus in DeutschlandStand: 12:40 UhrLesedauer: 2 MinutenSebastian Peters, vom 1. Juli 2026 an Vorsitzender der Geschäftsführung der Airbus GmbHQuelle: AirbusDer Manager folgt zum 1. Juli auf André Walter. Peters führt bereits wichtige Bereiche in der deutschen Organisation des Flugzeugkonzerns. Walter leitet künftig die Meyer Werft in Papenburg.Sebastian Peters, 49, wird zum 1. Juli neuer Chef des zivilen Flugzeugbaus von Airbus in Deutschland, und zwar in der Funktion als Vorsitzender der Geschäftsführung der Airbus GmbH. Peters folgt damit auf André Walter, der zum 1. Juli die Geschäftsführung der Papenburger Meyer Werft übernimmt. Airbus ist vor dem US-Konzern Boeing der weltweit führende Hersteller von Passagierflugzeugen.Peters übernimmt seine neue Aufgabe zusätzlich zu seiner Funktion als Vorsitzender der Geschäftsführung der Airbus Operations GmbH und Leiter der weltweiten Endmontagelinien der A320-Familie. In der zivilen Flugzeugproduktion von Airbus in Deutschland sind an sieben Standorten rund 30.000 Mitarbeitende beschäftigt. Hamburg ist der weltweit drittgrößte Standort der zivilen Flugzeugproduktion, nach dem Boeing-Werk nahe Seattle und der Airbus-Zentrale in Toulouse. Auf der Flugzeugwerft in Hamburg-Finkenwerder, dem größten Industriestandort der Hansestadt, arbeiten rund 18.000 Menschen. Die Werft ist unter anderem das wichtigste Produktionszentrum für die gesamte Modellreihe der A320-Familie, der meistverkauften Airbus-Flugzeuge.Lesen Sie auchFrank Ludwig, 55, wiederum tritt zum 1. August die Nachfolge von André Walter als Vorsitzender der Geschäftsführung von Airbus Aerostructures an. Ludwig ist derzeit Strategy, Performance and Programme Delivery Director beim Automobilhersteller Jaguar Land Rover. Zuvor war er in Führungspositionen unter anderem in der BMW Group sowie der Porsche AG in Deutschland und Großbritannien tätig. Airbus Aerostructures hat rund 16.000 Beschäftigte in Deutschland. Das Tochterunternehmen des Konzerns war vor einigen Jahren gegründet worden, um die strategisch wichtige Produktion von Flugzeugrümpfen wieder komplett in den Konzern zu integrieren. In Frankreich wurde dafür ein entsprechendes Schwesterunternehmen zu Airbus Aerostructures aufgebaut.Die Gewerkschaft IG Metall kommentierte den Führungswechsel bei Airbus in Deutschland: „Für die Arbeitnehmerseite sind damit wichtige Voraussetzungen geschaffen, die erfolgreiche Zusammenarbeit der vergangenen Jahre fortzusetzen. Unser Anspruch an das Management in Deutschland ist klar: Die Beschäftigten und Standorte müssen auch künftig aktiv an den Zukunftschancen von Airbus beteiligt werden“, heißt es in einer Erklärung vom Freitag. „Die deutschen Standorte müssen konsequent weiterentwickelt und fit für die kommenden Herausforderungen gemacht werden. Diesen Prozess werden wir konstruktiv, aber wenn nötig auch kritisch begleiten. Die Zukunft von Airbus darf an den deutschen Standorten nicht vorbeifliegen – dafür tragen auch die deutschen Geschäftsführungen Verantwortung.“Olaf Preuß ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG für Hamburg und Norddeutschland. Er berichtet unter anderem auch über die Luftfahrtindustrie im Norden.