PfadnavigationHomeSportFußball3. LigaLizenzentzug drohtScherbenhaufen 1860 MünchenVon Kristina EllwangerStand: 10:14 UhrLesedauer: 3 MinutenEx-Nationalspieler Kevin Volland kam vergangene Saison zu 1860 München. Auch mit ihm misslang die Zweitliga-RückkehrQuelle: Getty Images for DFB/Sebastian Widmann1860 München strebte die Zweitliga-Rückkehr an. Nun droht dem Deutschen Meister von 1966 der Absturz in die vierte Liga. Es fehlen Millionen. Das Team droht auseinanderzubrechen.Am 28. Mai 1966 feierte der TSV 1860 München seine einzige Deutsche Meisterschaft. Sechzig Jahre später steht der Traditionsverein (wieder einmal) vor einem Scherbenhaufen ...Viel Zeit bleibt dem Klub nicht mehr. Bis zum kommenden Mittwoch um 12 Uhr muss nach Informationen der „Bild“ von 1860 München ein Liquiditätsnachweis beim DFB vorliegen, sonst droht der Absturz in die Regionalliga Bayern. Offenbar fehlen dem Traditionsklub rund 2,7 Millionen Euro für die Lizenz der 3. Liga. Die Lage bei den Löwen ist prekär. Eigentlich hatte Investor Hasan Ismaik den fehlenden Betrag bei den Budget-Gesprächen im Mai zugesagt. Doch noch gibt es offenbar keine endgültige Lösung. Präsident Gernot Mang bleibt öffentlich zurückhaltend. „Die Erbringung eines Liquiditätsnachweises gegenüber dem DFB im Rahmen des Zulassungsverfahrens zur 3. Liga ist ein regelmäßig wiederkehrender Vorgang“, sagte Mang gegenüber der „Bild“. Hinter den Kulissen wird weiter verhandelt.Lesen Sie auchWas passiert bei einem Zwangsabstieg? Die Regionalliga-Lizenz wäre finanziell kein Problem. Dafür braucht es nur rund 50.000 Euro. Sportlich würde der Absturz aber alles verändern: Viele Profis könnten den Klub verlassen. Trainer Markus Kauczinski wäre wohl kaum zu halten. Aktuell besitzen nur acht Spieler gültige Verträge für die 4. Liga. Immerhin: Die erfolgreiche U21 steht bereit. Die zweite Mannschaft wurde Meister in der Bayernliga Süd und gilt intern als mögliche Basis für einen Neustart.Investor spielt zentrale RolleDie Situation erinnert stark an den Absturz vor neun Jahren. 2017 hielt Daniel Bierofka als Trainer das Team zusammen. Mit Spielern wie Sascha Mölders, Timo Gebhart und Jan Mauersberger gelang direkt der Wiederaufstieg. Auch damals war das Grünwalder Stadion in der Regionalliga stets voll.Ein Podcast, ein Champion, ein Rätsel – wer ist der Gast? Raten Sie mit: Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify oder Apple Podcasts.Lesen Sie auchUnd was macht Ismaik? Während sich die 1860-Verantwortlichen (noch) bedeckt halten, meldete er sich nun zu Wort. Der Geschäftsmann aus Abu Dhabi, der seit seinem Einstieg 2011 in München nichts außer Chaos erlebt, will eigentlich seit rund einem Jahr seine Anteile (60 Prozent) verkaufen. Bisher erfolglos. Wie die „SZ“ berichtete, hat Ismaik am 21. Mai ein benötigtes Darlehen gekündigt – und damit den Verein vor das Lizenz-Dilemma gestellt.Jetzt meldet sich Ismaik via Instagram: „Seit 15 Jahren habe ich den Verein mit nahezu 80 Millionen Euro unterstützt, weil ich an die Möglichkeit geglaubt habe, die Löwen auf starken und stabilen Grundlagen neu aufzubauen. Mein Ziel war es nie, lediglich beteiligt zu sein, sondern dazu beizutragen, den Verein dorthin zurückzuführen, wo er hingehört. Die Wahrheit ist jedoch, dass die Ergebnisse nicht das waren, was wir uns alle erhofft hatten.“Ismaik weiter: „Die derzeitige Situation kann so nicht weitergehen, und die aktuelle Situation muss ernsthaft und mutig auf den Prüfstand gestellt werden. Hierbei müssen die Interessen des Vereins über jede andere Erwägung gestellt werden. Der Verein braucht mehr als eine neue Finanzierung. (...) Wie Ihr der Presse sicherlich entnommen habt, habe ich die bestehenden Darlehen gekündigt, weil wichtige Verpflichtungen unter den Darlehensverträgen nicht eingehalten wurden.“Ismaik gibt an, dem Verein zwei mögliche Finanzierungsmodelle vorgelegt zu haben – unter bestimmten Bedingungen. Unter anderem soll es um die Installation eines Finanzfachmanns, die zukünftige Einhaltung des Budgets und regelmäßige Reportings gehen. Der Verein soll zudem, wenn Ismaik seine Anteile verkauft bekommt, auf sein Vorkaufsrecht verzichten.
Millionenloch bei 1860 München: Nur noch wenige Tage bleiben dem Traditionsklub – sonst droht Zwangsabstieg - WELT
1860 München strebte die Zweitliga-Rückkehr an. Nun droht dem Deutschen Meister von 1966 der Absturz in die vierte Liga. Es fehlen Millionen. Das Team droht auseinanderzubrechen.
582 words~3 min read
