Metas Oversight Board hat überraschend zusätzliche 13 Millionen US-Dollar von dem Internetkonzern bekommen. Damit sei der Betrieb des Aufsichtsgremiums bis 2028 gesichert, erklärte dessen Co-Chef Paolo Carozza in einer Stellungnahme. Darin versichert er auch, dass Meta bekräftigt habe, weiterhin mit der Einrichtung zusammenarbeiten zu wollen. Schwierige Fälle würden auch in Zukunft an das Board weitergeleitet und Beratung zu allgemeinen politischen Fragen angenommen. Zudem werde Meta weiterhin öffentlich auf Änderungsempfehlungen reagieren. Das Geld soll in den unwiderruflichen Treuhandfonds fließen. Die Summe hat unter anderem Reuters öffentlich gemacht.

Immer wieder Kritik an Meta

Bei dem Oversight Board handelt es sich um ein von Meta unabhängiges Gremium, bei dem sich Nutzerinnen und Nutzer über eine aus ihrer Sicht ungerechtfertigte Löschung von Inhalten beschweren können. Das Gremium ist dabei als nächste Eskalationsebene gedacht, insbesondere für schwierige oder grundsätzliche Fälle. Auch Meta-Dienste wie Facebook selbst können dieses Oversight Board darum bitten, Entscheidungen des Unternehmens auf den Prüfstand zu stellen. Vor sechs Jahren wurden die ersten Mitglieder benannt, aktuell gehören ihm unter anderem der Journalist Alan Rusbridger und die dänische Politikerin Helle Thorning-Schmidt an.