She did it again: Naomi Osaka tritt in einem dramatischen Outfit an den French Open auf. Warum ihre Outfits eine so wichtige Inspiration sind – auch für Hobbysportlerinnen.In gewisser Weise hat man sich schon daran gewöhnt, dass Naomi Osaka bei Tennisturnieren in Outfits auftritt, welche die Grenzen dessen sprengen, was man auf dem Tenniscourt so gewöhnt ist, und zum Teil auch sonst. Aber jedes Jahr schafft sie es wieder aufs Neue, zu überraschen und zu begeistern. Dieses Mal wählte sie für den Auftakt der French Open 2026 in Roland-Garros ein Outfit des Schweizer Designers Kevin Germanier. Es wurde eigens für sie entworfen und angefertigt. Grosser Auftritt: Naomi Osaka in Kevin Germanier an den French Open am 26. Mai 2026. Getty Images Grundlage für das Ensemble aus dramatisch langem, transparentem Jupe zum Einlaufen und kurzem Kleid samt Jacke fürs Spiel ist ein Nike-Wettkampfdress, das dekonstruiert und aufgebrochen und mit Pailletten versehen wurde.Am nächsten Tag kombinierte sie zum Match-Outfit eine lange Schleppe, die sie vor dem Spiel abnahm. Ihre Auftritte spalten die Zuschauenden und die Mitspielerinnen: Während viele sich für die Kreativität begeistern können, ärgern sich andere über die «Modenschau» – und über die zusätzliche Zeit, die für das Umziehen draufgeht. Schleppe trifft Tennis-Racket am 28. Mai 2026: Naomi Osaka wieder in Kevin Germanier an ihrem zweiten Match-Tag. Getty Images Statement für mehr KreativitätDie Glitzerkleider erinnern an Eiskunstlaufkostüme. Und stellen damit eine Frage, die absolut berechtigt ist, aber bislang zu wenig gestellt wurde: Warum sollten die Kitsch-Funkelträume eigentlich nur wenigen Sportarten vorbehalten sein? Was spricht dagegen, im Fussball, im Unihockey, oder eben im Tennis mehr zu wagen, verspielter aufzutreten, phantasievoller? Erinnert an ein Eislaufkostüm: Osakas paillettenbesetztes Outfit mit Rüschen. Getty Images Osaka sagte in Interviews immer wieder, dass ihre extravagante Kleidung, die sie auch immer selbst mitentwickelt, sie besser macht, ihr Kraft gibt, extra «Superpower». Auch für Hobbysportlerinnen und -sportler kann diese Einstellung eine Inspiration sein. Wer weiss, vielleicht joggt es sich im Tutu besser als in der Trainerhose. Newsletter Die besten Artikel aus «NZZ Bellevue», einmal pro Woche von der Redaktion für Sie zusammengestellt.