In den vergangenen Monaten hatte die Bundesanwaltschaft mehrfach mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer der Hamas festnehmen lassen, die an dem Transport und der Lagerung von Waffen für die Vereinigung beteiligt gewesen sein sollen. Zuletzt hatte die Bundesanwaltschaft im Januar am Flughafen BER einen 36-jährigen Mann verhaften lassen. Nach Einschätzung der Ermittler sollten durch das Vorgehen der Auslandsoperateure Mordanschläge der Hamas auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa vorbereitet werden.Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann, der gestern in Dänemark gefasst wurde, die Mitgliedschaft in einer ausländischen, terroristischen Vereinigung, die Vorbereitung einer schweren, staatsgefährdenden Gewalttat und Verstöße gegen das Waffengesetz vor. Er soll im Juli 2025 fünf Pistolen und Munition an einen weiteren Beschuldigten übergeben haben, der die Schusswaffen dann einem dritten Beschuldigten zum Weitertransport nach Wien übergeben habe.

Der festgenommene Däne soll nach seiner Überstellung nach Deutschland dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden, der ihm den Haftbefehl eröffnet und über die Untersuchungshaft entscheidet. Bis zu einer Auslieferung können aber mehrere Wochen oder auch Monate vergehen.In Berlin hat im März ein deutsches Oberlandesgericht erstmals entschieden, dass die Hamas auch im Sinne des Strafgesetzbuches eine terroristische Vereinigung ist. Bei dem Prozess wurden vier Männer verurteilt, die sich um Waffendepots kümmerten. Mehr zu dem historischen Urteil lesen Sie hier .