SAPs Konzernspitze verliert laut einem Bericht des Handelsblatts an Vertrauen in der Belegschaft. So habe eine interne Umfrage vom April ergeben, dass nur noch 54 Prozent der Befragten dem Unternehmensvorstand vertrauen – fünf Prozentpunkte weniger als bei der Befragung vor einem halben Jahr. Auch das Vertrauen in die Fähigkeit des Konzerns, die Unternehmensstrategie umzusetzen, sei auf 63 Prozent gefallen – sieben Prozentpunkte weniger. Über die Zukunft des Softwareherstellers begeistert seien nur noch 62 Prozent (minus acht Prozentpunkte).

Ihre direkten Vorgesetzten bewerten die SAP-Angestellten laut Handelsblattbericht ungleich positiver: Der entsprechende „Leadership Index“ liege bei 86 Prozent. SAP sammelt zwei Mal im Jahr unter dem Namen „#Unfiltered“ ein solches Stimmungsbild bei seinen Angestellten. Daraus wird dann auch der Mitarbeiter-Engagement-Index abgeleitet, der als Kennzahl auch Einfluss auf die Vorstandsvergütung nimmt. Laut Handelsblatt liegt der Engagement-Index-Wert aktuell bei 73 Prozent.

SAP macht diesen Wert auch im Rahmen seiner Berichtswerke öffentlich, über die Jahre lässt sich ein Sinkflug feststellen. 2020 kam man etwa noch auf 86 Prozent. 73 Prozent ist der bislang niedrigste Wert seitdem. Das mangelnde Vertrauen in den Vorstand der Belegschaft kam auch in den vorigen Jahren immer wieder auf – laut Wirtschaftswoche gab es 2024 hier einen Wert von 56 Prozent, zu dem Zeitpunkt ein Minus von 12 Prozent. Ein großes Stellenabbauprogramm, rigidere Homeoffice-Politik sowie ein Leistungsbewertungsprogramm, die CEO Christian Klein seinem Unternehmen verordnet hatte, dürften in den vergangenen Jahren den Unmut beflügelt haben.