1. Kein Vor, kein ZurückDie Lage im Irankrieg scheint volatil und gleichzeitig festgefahren. Zum einen bleibt es trotz Waffenruhe unruhig: Am frühen Morgen meldeten Medien übereinstimmend, Iran habe Drohnen auf amerikanische und zivile Schiffe abgefeuert, woraufhin die USA die Drohnen abgeschossen und den Stützpunkt angegriffen hätten, von dem aus sie gestartet waren (hier mehr dazu). »Rein defensiv« sei die Maßnahme gewesen, zitiert Reuters einen US-Regierungsbeamten, »und dazu bestimmt, den Waffenstillstand aufrechtzuerhalten«. Allerdings schreibt mein Kollege Fritz Schaap: »Das Risiko besteht, dass diese Scharmützel so eskalieren, dass sie wieder zu einem offenen Krieg führen.« (Lesen Sie hier mehr .)

Zum anderen stocken die Verhandlungen zu einem möglichen Kriegsende. »Der Deal, von dem seit Tagen die Rede ist, ist weniger ein Deal als eine Absichtserklärung«, schreibt Fritz. »Im Kern geht es um eine Übereinkunft, die vorsieht, weiter über eine Übereinkunft zu verhandeln.« Die zentralen Streitpunkte würden nicht gelöst. Zudem verprelle US-Präsident Donald Trump nun womöglich die Länder, die er dringend als Vermittler braucht. (Lesen Sie hier den ganzen Text. )Meine Kollegin Susanne Koelbl sowie meine Kollegen Christoph Reuter, Fritz Schaap und Bernhard Zand schildern in einem weiteren Text, wie das Leben in Iran aktuell aussieht (hier mehr dazu ). Demnach scheint das Regime zwar gestärkt aus dem Konflikt hervorzugehen, doch Wirtschaft und Infrastruktur liegen am Boden, das Regime ist in weiten Teilen der Bevölkerung verhasst, die Zahl der Hinrichtungen steigt. Die Kollegen stellen die große Frage: Sieht so der »Gewinner« des Irankriegs aus?