25 Jahre Hamburger NSU-Mord: Familie beim Gedenken übergangen

Die zentrale NSU-Gedenkveranstaltung in Hamburg fällt aus. Die Angehörigen des ermordeten Süleyman Taşköprü fühlen sich übergangen.

Schmerzhafte Erinnerung: Straßenschild zu Ehren des vom NSU ermordeten Süleyman Taşköprü

Daniel Reinhardt/dpa

Die Hamburger Bürgerschaft wollte ein Zeichen des Respekts setzen. Ein Gedenken gegen den Rechtsterrorismus sollte die für den 27. Juni geplante zentrale Erinnerungsveranstaltung anlässlich des 25. Todestages von Süleyman Taşköprü werden. An jenem Tag vor 25 Jahren hatten die Mörder des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) Taşköprü in seinem Gemüseladen erschossen. Doch die Veranstaltung findet so nicht statt. Die Angehörigen fühlten sich von der Politik übergangen, sagt der Neffe des Mordopfers Okan Taşköprü.