Im Rahmen einer beispiellosen Rettungsaktion unter Leitung einer privaten Initiative wurde der vor der Ostseeinsel Poel gestrandete Buckelwal, von vielen „Timmy“ oder „Hope“ genannt, über die dänische Ostsee in die Nordsee geschleppt. Einige Tage nach seiner Freilassung meldeten die Behörden, dass vor der dänischen Küste ein toter Wal entdeckt wurde, bei dem es sich um „Timmy“ handelt. Verfolgen Sie hier die Entwicklungen weiter unten im Newsticker. Wal-Livestream von News5 Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Quelle: News5 via Youtube (Video eingebettet) Wal-Newsblog vom 28.5.2026 14:11 Uhr: „Timmy“ soll nun doch auf Insel Anholt obduziert werden Das dänische Umweltministerium berichtete am Donnerstagmorgen, dass der vor Anholt liegende Kadaver von Buckelwal „Timmy“ direkt auf der Insel geborgen und anschließend obduziert werden soll. „Die Umstände rund um den gestrandeten Buckelwal bei Anholt haben sich derart verändert“, betonte Jane Hansen von der Umweltbehörde auf Anfrage des Tagesspiegels. Daher habe man nun „beschlossen, den Wal auf Anholt zu bergen und die Obduktion sowie die wissenschaftlichen Untersuchungen vor der Entsorgung auf der Insel durchzuführen“. Man habe sich zu diesem Schritt entschlossen, da die Wetterbedingungen der letzten Tage einen Transport über die Ostsee ins 50 Kilometer entfernte Grenaa zum ursprünglich angedachten Obduktionsort unmöglich gemacht hätten. Zudem sei man weiterhin der Ansicht, „dass der Wal eine erhebliche Störung am Strand darstellt und daher entfernt werden muss“, so Hansen.Die Arbeiten sollen demnach jetzt in zwei Phasen durchgeführt werden: Am kommenden Wochenende wolle man „Timmys“ Kadaver zunächst an Land ziehen. Gegen Ende der nächsten Woche seien dann die Autopsie, wissenschaftliche Untersuchungen am Wal und die „Bearbeitung seines Körpers“ geplant. Voraussichtlich in der darauffolgenden Woche könne der Wal dann schließlich beseitigt werden, sagte Hansen vom Umweltministerium weiter.„Der Wal befindet sich in einem fortgeschrittenen Verwesungszustand, und es ist weiterhin wichtig, einen Sicherheitsabstand einzuhalten“, betonte sie. Die Sicherheitsabsperrungen am Strand von Anholt müssten daher unbedingt beachtet werden, „weil weiterhin die Gefahr einer Krankheitsübertragung bestehen kann“.Es wird weiterhin davon ausgegangen, dass der Wal eine erhebliche Störung am Strand darstellt und daher entfernt werden muss.Jane Hansen, Dänisches Umweltministerium 6:08 Uhr: Geldgeberin Walter-Mommert zieht Fazit zur Wal-Rettung Die Geldgeberin der privaten Rettungsinitiative, Karin Walter-Mommert, zieht ein Resümee zur Freilassung des Buckelwals „Timmy“ in der Nordsee. In einem am Dienstag geführten Interview mit der Videonachrichtenagentur News5 berichtete die Unterstützerin, dass man „wochenlang daran gearbeitet“ habe, dem notleidenden Tier „an richtiger Stelle zum richtigen Zeitpunkt in sein Habitat zurückzuverlegen“. Man sei aktuell „noch mit der Aufarbeitung der Dinge“ beschäftigt. Walter-Mommert sagte weiter: „Mein Fazit ist: Wir haben 99 Wände eingerissen für diesen Wal, um an der letzten Wand einen Widerstand zu finden, mit dem wir nicht gerechnet haben.“ Demnach habe sich die Initiative nach ihren Angaben stets an offizielle Auflagen gehalten und „alle Vorgaben erfüllt“. Auch die Rettungskonzepte seien nach neuen Anforderungen stetig angepasst und neu überprüft worden. Wir werden das herausbekommen – und wenn es das Letzte ist, was ich in diesem Leben tue.Karin Walter-MommertDie Pferdesport-Investorin schilderte sichtlich emotional die Ereignisse am Morgen des 2. Mai aus ihrer Sicht und wie sie den Tag der Freilassung des Buckelwals in der Nordsee bei Skagen nach eigenen Angaben erlebt hat. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben bislang nicht, da es keine veröffentlichten Videoaufnahmen der Freisetzung gibt. Mittlerweile wird die an der Rettungsaktion beteiligte Reederei von einer Anwaltskanzlei vertreten, die zwischenzeitlich viele der zuvor geäußerten Vorwürfe entschieden von sich gewiesen hat. Der tote Wal liegt aufgebläht vor der dänischen Insel Anholt. © dpa/MARCUS GOLEJEWSKI Walter-Mommert zufolge sei man am Morgen des 2. Mais „völlig ratlos“ gewesen, da man Ärzte der Rettungsinitiative nicht an Bord des Lastkahns gelassen habe. Der Anwaltskanzlei der Reederei zufolge habe allerdings eine tierärztliche Untersuchung an dem Tier stattgefunden. Die Freilassung an sich sei der Investorin zudem anders terminiert gewesen. Die Vorgehensweise habe das Rettungsteam „an diesem Tage dazu veranlasst, […] an die Reederei, an Herrn Babbel und an das Ministerium sofort zu erklären, dass wir mit dieser Rettungsaktion nichts zu tun haben.“ Man habe die Freilassung demnach „weder begleitet, noch angesetzt“ und sei überdies „nicht davon informiert worden“. Sie sagte außerdem: „Diesen einen Tag möchten wir alle gerne zurückhaben und sagen: Ihr habt hier nichts zu sagen.“ Wen konkret sie damit meinte, ließ Walter-Mommert offen.Herr Gunz und ich als Kunde haben bestellt, dass ein Wal an einem bestimmten Ort abgeliefert wird.Karin Walter-Mommert„Herr Gunz und ich als Kunde haben bestellt, dass ein Wal an einem bestimmten Ort abgeliefert wird – durch unser Rettungsteam“, betonte die Geldgeberin. Der eigentliche Plan habe vorgesehen, das Tier vor der norwegischen Stadt Stavanger freizulassen. Nun sei man dabei, die genauen Abläufe zu rekonstruieren und zu klären, warum die Freisetzung an diesem Ort und zu dieser Zeit stattgefunden habe. „Wir werden das herausbekommen – und wenn es das Letzte ist, was ich in diesem Leben tue.“ Sobald man die Aufarbeitung und Untersuchung der Vorgänge abgeschlossen habe, wolle man damit an die Öffentlichkeit gehen, betonte sie.Walter-Mommert erwähnt in diesem Zusammenhang außerdem bislang wohl noch unveröffentlichte kurze Videos, die der privaten Rettungsinitiative vorliegen. Darauf sei eine Person zu sehen, die sich dem Wal im Lastkahn kurz vor der Freilassung genähert habe. Vom Verhalten des Tieres her habe man erkennen können: „Das ist nicht gut“, sagte sie und ergänzte mit brüchiger Stimme: „Ich kann es [das Video – Anm. d. Red.] mir nicht zu Ende ansehen.“ Der Wal habe diese Person demnach nicht wie einen Menschen begrüßt, „den er positiv besetzt“, so Walter-Mommert. Um welche Person es sich konkret dabei gehandelt hat, ließ die Unternehmerin offen. Ob das Video tatsächlich existiert, ist unklar.Der GPS-Tracker, mit dem der Buckelwal noch vor seiner Freisetzung ausgestattet worden sein soll, soll nach Angaben Walter-Mommmerts immer noch „bei den Dänen“ sein. Das Gerät sei allerdings im Besitz des Rettungsteams. Deshalb hofft die Millionärin, dass man den Tracker „noch in die Hände“ bekomme, um die Daten auslesen zu können.Die Bilder des stark aufgeblähten Wal-Kadavers am Strand von Anholt würden die Unterstützerin stark belasten, berichtete Walter-Mommert außerdem. „Ich finde, jedes Tier hat ein würdiges Ende verdient“, sagte sie weiter. Entsprechend sei sie dazu bereit, den Wal aus Pietätsgründen in tieferes Wasser schleppen zu lassen, um das Tier dahin zu verbringen, „wo es hingehört“. Sollte eine Bergung des Buckelwals zwecks Obduktion von den dänischen Behörden nicht mehr durchgeführt werden, wolle man im Nachbarland um eine Erlaubnis für den Transport in tieferes Gewässer fragen. 14:20 Uhr: Wal-Kadaver auch am Mittwoch immer noch nicht geborgen Der vor der dänischen Ostseeinsel Anholt gestrandete Buckelwal sollte nach den jüngsten Angaben des dänischen Umweltministeriums eigentlich nach den Pfingstfeiertagen geborgen und mithilfe von Schiffen 50 Kilometer über die Ostsee in den Hafen von Grenaa gezogen werden. Hier soll der Kadaver von „Timmy“ den Angaben zufolge von dänischen Forschern obduziert werden. Doch am Dienstag, dem ersten Tag nach den Pfingstfeiertagen, lag der stark aufgeblähte Körper des Tieres immer noch am Strand von Anholt. Eine Anfrage des Tagesspiegels an das dänische Umweltministerium wurde dahingehend beantwortet, dass man am heutigen Mittwoch eine neue Stellungnahme herausgeben wolle. Bislang gibt es allerdings keine neuen Informationen zur weiteren geplanten Vorgehensweise hinsichtlich des Kadavers.Nun berichtete ein Reporter der Videonachrichtenagentur News5 unter Berufung auf Angaben von Anwohnern Anholts, dass auf der Insel unbestätigte Meldungen kursieren, die eine mögliche Ursache für die Verzögerung weiterer Bergungsversuche sein könnten. Demnach gäbe es das Gerücht, dass „der dänische König Frederik am Freitag in Grenaa ist“, berichtete der Reporter im laufenden Livestream und ergänzte: „Deswegen möchte man es wohl nicht so gerne, dass sich der Wal dann in Grenaa befindet.“ Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben bislang nicht. Im öffentlich zugänglichen Terminkalender des dänischen Königshauses werden normalerweise sämtliche öffentliche Termine von König Frederik X. und anderen royalen Familienmitgliedern aufgelistet. Am Freitag, den 29. Mai 2026, sind dort keine Termine vermerkt, bis auf einen geplanten Besuch der Prinzessin Benedikte bei den dänischen Dressurmeisterschaften in Randbøl. Anfragen des Tagesspiegels an das dänische Königshaus und das Umweltministerium blieben bislang unbeantwortet. 13:01 Uhr: Wal-Retter wollen „Timmy“ wohl nochmals vermessen Einem Reporter der „Bild“-Zeitung zufolge sollen zwei Wal-Retter von „Team Hope“ am Mittwochnachmittag am Strand von Anholt eingetroffen sein, um neue Vermessungen an dem Tier vorzunehmen. Wie der Reporter in einem gemeinsamen Livestream mit der Videonachrichtenagentur News5 berichtete, sei geplant, den Wal nochmals „der Länge nach zu vermessen“. Der Grund seien demnach vorherige „Ungereimtheiten“ bezüglich der konkreten Länge des Meeressäugers, da zuvor wohl andere Körpermaße gemessen wurden. In erster Linie seien die Wal-Retter allerdings vor Ort, um der geplanten Obduktion beizuwohnen oder diese „auf jeden Fall zu dokumentieren“, berichtete der „Bild“-Reporter weiter. Wer genau hinter „Team Hope“ steckt, ist bislang unklar. Nach Angaben des „Bild“-Reporters könnte es sich demnach um einige Mitglieder der privaten Rettungsinitiative handeln, welche die beispiellose Aktion samt Wal-Transport via Lastkahn in die Nordsee angestoßen und umgesetzt hatte. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zu einer neuen Vermessung nicht.(mit Agenturen)
„Der Wal muss entfernt werden“: Dänische Umweltbehörde will „Timmys“ Kadaver nun doch direkt vor Ort obduzieren
Mittlerweile ist der Wal-Kadaver vor Dänemarks Küste so weit aufgebläht, dass Explosionsgefahr besteht. Am kommenden Wochenende soll „Timmys“ Körper obduziert werden. Die Entwicklungen im Newsblog.









